

Montage von Modulgerüsten und Systemgerüsten
Wo sich entscheidet, ob ein Gerüst trägt
Ein gutes Gerüst erkennt man nicht an der Menge der Bauteile, sondern daran, dass jeder Ständer lotrecht steht, jede Lage tragfähig belegt ist und jede Arbeitsebene gesichert. Genau das ist die Montageleistung. Sie verbindet die Statik aus der Planung mit der Wirklichkeit auf der Baustelle, und sie entscheidet darüber, ob die Konstruktion das hält, was die Bemessung verspricht. Deshalb arbeiten wir nach der Montageanweisung, die aus der Planung hervorgeht, und nicht nach Augenmaß.
Modulgerüst, Rahmengerüst und das passende Material
Das Rahmengerüst für gerade, regelmäßige Flächen
Rahmengerüste bestehen aus vorgefertigten senkrechten und waagerechten Rahmen, die mit Belag, Diagonalen und Seitenschutz ineinandergesteckt werden. Ihre Stärke ist die Geschwindigkeit: An langen, geraden Hallenwänden oder regelmäßigen Flächen sind sie mit wenigen Handgriffen aufgebaut. Wo die Geometrie einfach ist, ist das Rahmengerüst die wirtschaftliche Wahl.
Das Modulgerüst für komplexe Geometrien
Im Industriebereich sind die Flächen selten gerade. Hier spielt das Modulgerüst seine Stärke aus. An seinen Vertikalstielen sitzen in regelmäßigen Abständen Anschlussknoten, an denen sich Riegel und Diagonalen in vielen Richtungen befestigen lassen. So entstehen Konstruktionen um Rohrleitungen, Stahlbauten und Maschinen herum, an gebogenen, schrägen oder geneigten Flächen, als Rundgerüst in einem Tank oder als Raumgerüst im Inneren einer Halle. Diese Flexibilität macht das Modulgerüst zum eigentlichen Industriegerüst.
Stahl oder Aluminium
Auch der Werkstoff ist eine Entscheidung. Stahl ist tragfähig und bei langen Standzeiten und schweren Lasten wirtschaftlich. Aluminium ist leichter, das beschleunigt Transport und Montage und schont bei beengten Verhältnissen die Kräfte. Welches Material wir einsetzen, richtet sich nach Last, Standzeit und Zugänglichkeit der Baustelle.
Vom Fußpunkt bis zur Freigabe
Der Aufbau beginnt am Boden. Wir setzen die Fußspindeln auf einen tragfähigen, lastverteilten Untergrund und richten die erste Ebene lotrecht und fluchtgerecht aus, denn jeder Fehler hier wandert mit der Höhe nach oben. Darauf wachsen Ständer, Riegel und Diagonalen, die Beläge werden eingelegt, und das Gerüst wird nach dem geplanten Raster verankert und ausgesteift. Auf jeder Arbeitslage bringen wir den dreiteiligen Seitenschutz aus Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett an, an den Endfeldern auch stirnseitig. Beim Aufstieg in die Höhe sichern wir die Monteure über ein vorlaufendes Montagesicherungsgeländer oder, wo das nicht möglich ist, über persönliche Schutzausrüstung an festgelegten Anschlagpunkten. Zugänge führen wir bevorzugt über Treppentürme, und ab größeren Höhen heben wir das Material mit geeignetem Hebezeug statt von Hand. Am Ende prüft unsere befähigte Person die ordnungsgemäße Montage und die sichere Funktion und gibt das Gerüst frei.
Nur geprüfte Bauteile, dokumentiert übergeben
Auf die Baustelle kommen ausschließlich geprüfte, unbeschädigte Systembauteile. Verformte, gerissene oder stark korrodierte Teile sortieren wir vorher aus, denn ein System ist nur so sicher wie sein schwächstes Glied. Wir montieren nach der Aufbau- und Verwendungsanleitung des Systems und nach den geltenden Regeln, von der DIN EN 12811 für Arbeitsgerüste über die Normen für Systemgerüste bis zur TRBS 2121 und der Betriebssicherheitsverordnung. Nach der Freigabe kennzeichnen wir das Gerüst am Zugang mit Last- und Breitenklasse, sodass der Nutzer weiß, was er belasten darf. Weil bei uns Planung, Montage und Prüfung in einer Hand liegen, baut dieselbe Erfahrung das Gerüst auf, die es zuvor bemessen hat. So lässt sich auch im laufenden Betrieb abschnittsweise und zügig montieren, ohne die Sicherheit aus den Augen zu verlieren.
Termin für Ihr Industriegerüst
Wenn an einer Halle, einer Anlage oder einem technischen Bauwerk ein Gerüst gebraucht wird, fangen wir mit der Planung an und sagen Ihnen klar, was Ihr Projekt statisch verlangt. Für Standorte in Oberasbach und im Gewerbegebiet Neumühle ebenso wie in Fürth, Nürnberg, Erlangen, Schwabach, Stein oder Herzogenaurach.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zur Gerüstmontage in Oberasbach
Was ist der Unterschied zwischen Modul- und Rahmengerüst?
Das Rahmengerüst wird aus festen Rahmen zusammengesteckt und ist an geraden Flächen besonders schnell aufgebaut. Das Modulgerüst arbeitet mit Anschlussknoten, an denen sich Bauteile in viele Richtungen befestigen lassen, und passt sich dadurch auch komplizierten Geometrien an.
Welches System eignet sich für eine Halle mit Rohrleitungen und Anlagen?
In der Regel das Modulgerüst. Es lässt sich um Leitungen, Stahlbau und Maschinen herumführen und auch als Raumgerüst im Halleninneren aufbauen. Für gerade, freie Wandflächen kann ergänzend ein Rahmengerüst sinnvoll sein.
Wie wird ein Gerüst nach der Montage freigegeben?
Eine befähigte Person prüft, ob das Gerüst ordnungsgemäß aufgebaut ist und sicher funktioniert. Erst danach wird es am Zugang gekennzeichnet und freigegeben. Vor der Freigabe darf es nicht zum Arbeiten genutzt werden.
Kann das Gerüst im laufenden Betrieb aufgebaut werden?
In den meisten Fällen ja. Mit einem abgestimmten Bauablauf, freien Zugängen und Absperrungen lässt sich abschnittsweise montieren. Modulsysteme erlauben dabei eine schnelle, an den Betrieb angepasste Aufbaulogik.
