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Arbeitsgerüste nach DIN EN 12811

Warum die Lastklasse über die Sicherheit auf der Fassade entscheidet

Falsche Breite oder zu geringe Höhe fallen sofort auf. Eine falsche Lastklasse sieht man dem Gerüst von unten nicht an, und genau das macht sie gefährlich. Wird eine Konstruktion für leichte Handwerksarbeiten mit Paletten an Dämmplatten beladen, kippt im schlimmsten Fall das Vertrauen in die ganze Baustelle. Die DIN EN 12811 verhindert das, indem sie jedem Gerüst eine klare Verkehrslast pro Gerüstlage zuordnet und diese Angabe als Kennzeichnung sichtbar macht. Wer in Oberasbach ein Gerüst bei uns bestellt, bekommt deshalb keine Standardlösung von der Stange, sondern eine Auslegung, die zu den geplanten Gewerken passt.

Arbeitsgerüste nach DIN EN 12811 für Ihr Objekt ausgelegt

Die Norm teilt jedes Arbeitsgerüst nach drei Kriterien ein: nach Lastklasse, nach Breitenklasse und nach lichter Höhe. Diese drei Werte bestimmen, was auf dem Gerüst erlaubt ist und wie bequem sich darauf arbeiten lässt. Wir wählen die Kombination passend zum Objekt und zur Bauaufgabe, nicht umgekehrt.

Lastklassen von der reinen Inspektion bis zur schweren Materiallagerung

Die DIN EN 12811 kennt sechs Lastklassen. Klasse eins ist allein für Inspektionsarbeiten gedacht, also für den schnellen Blick auf Putz oder Fugen. In Klasse zwei laufen die klassischen Handwerksarbeiten wie Anstreichen, Verputzen und Verfugen, ohne dass Baustoffe dauerhaft gelagert werden dürfen. Ab Klasse drei lassen sich leichte Materialien und Geräte direkt auf der Lage ablegen. Die Klassen vier bis sechs sind für Arbeiten mit hohem Materialbedarf gebaut, etwa wenn ganze Paletten an Dämmung oder Putz auf dem Gerüst stehen sollen. Sie müssen zusätzlich eine Teilflächenlast aufnehmen und mindestens die Breitenklasse W 09 haben. Bei einem normalen Fassadenanstrich an einem Reihenhaus in Cadolzburg reicht meist Klasse zwei, beim Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems planen wir von vornherein höher.

Breitenklassen und lichte Höhe für freies Arbeiten

Sieben Breitenklassen reichen von 0,60 bis 2,40 Meter, jeweils in Schritten von 30 Zentimetern. Je mehr Material und Bewegung auf der Lage stattfinden, desto breiter muss der Belag sein. Für eine WDVS Fassade setzen wir mindestens 0,90 Meter Belagbreite an, damit neben dem gelagerten Material noch ein sicherer Durchgang von wenigstens 20 Zentimetern bleibt. Dazu kommt die lichte Höhe zwischen den Gerüstlagen, die mindestens 1,90 Meter betragen muss, damit niemand gebückt arbeiten muss. Diese Maße sind kein Komfort, sondern die Grundlage dafür, dass über Wochen sauber und ohne Ausweichbewegungen gearbeitet werden kann.

Kennzeichnung, Aufbau- und Verwendungsanleitung

Jedes fertige Gerüst trägt eine Kennzeichnung mit Last- und Breitenklasse, mit Angaben zur Bekleidung und zum Zugang. Eine Bezeichnung wie Gerüst EN 12810 mit Lastklasse drei, Systembreite 0,90 Meter und Zugang über Treppe sagt jedem Fachmann sofort, was die Konstruktion darf. Wir montieren auf Grundlage der Aufbau- und Verwendungsanleitung des jeweiligen Systems, die ihrerseits auf der DIN EN 12811 beruht. So ist nachvollziehbar dokumentiert, wofür das Gerüst freigegeben ist.

Welche Gerüstklasse zu welcher Arbeit passt

Die ehrlichste Beratung beginnt mit der Frage, was an der Fassade wirklich geschieht. Soll nur die Außenwand gestrichen werden, oder kommt eine komplette Dämmung mit schwerem Material dazu? Werden Fenster getauscht, sodass Lasten und Transporte über das Gerüst laufen? Aus diesen Antworten ergeben sich Lastklasse, Belagbreite und Verankerung fast von selbst. Bei einem Mehrfamilienhaus in Langenzenn, an dem Putz erneuert und anschließend gestrichen wird, planen wir das Gerüst so, dass beide Gewerke ohne Umbau nacheinander arbeiten können. Diese Vorausplanung ist der eigentliche Vorteil davon, dass Gerüst und Fassadenarbeiten bei uns aus einer Hand kommen. Es gibt keine Schnittstelle zwischen zwei Firmen, an der die Auslegung verloren geht.

Verankerung, Prüfung und die Regeln auf der Baustelle

Sicherheit endet nicht mit der Klassifizierung. Ein Arbeitsgerüst muss in jeder Phase standsicher sein, beim Aufbau, beim Umbau und beim Abbau. Dafür berücksichtigen wir Verkehrslasten, Windlasten und ein Verankerungskonzept, das zum Untergrund und zur Gebäudehöhe passt. Verwendet werden geprüfte Bauteile, etwa Stahlrohre nach DIN EN 39 und Kupplungen nach DIN EN 74. Weicht ein Gerüst von der Regelausführung ab, weil ein Erker, ein Vordach oder ein Balkon im Weg ist, weisen wir die Standsicherheit gesondert nach, so wie es die Betriebssicherheitsverordnung verlangt.

Nach der Montage übergeben wir das Gerüst geprüft und kennzeichnen es freigegeben. Die Vorgaben der TRBS 2121 und der DGUV Information 201-011 zur Benutzung von Arbeitsgerüsten sind dabei der Maßstab. Bei längeren Standzeiten gehört die regelmäßige Sichtprüfung dazu, denn an einer belebten Straße in Oberasbach oder Fürth verändert sich eine Baustelle täglich. Den Abbau übernehmen wir selbst und hinterlassen die Fläche so, wie sie vor Beginn war.

Gerüst nach Norm anfragen

 

Sie planen eine Sanierung, einen Anstrich oder eine Dämmung und brauchen ein Arbeitsgerüst, das zur Aufgabe passt und allen Vorgaben standhält? Dann sprechen Sie mit uns. Wir sehen uns das Objekt an, legen Lastklasse, Belagbreite und Verankerung fest und erstellen ein transparentes Angebot.

Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

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Häufige Fragen zu Arbeitsgerüsten nach DIN EN 12811 in Oberasbach

Welche Lastklasse brauche ich für einen Fassadenanstrich?

Für reine Maler- und Anstricharbeiten genügt in der Regel Lastklasse zwei. Sobald Material dauerhaft auf dem Gerüst lagern soll, etwa bei einer Dämmung, planen wir höher, meist ab Lastklasse drei mit mindestens 0,90 Meter Belagbreite.

Stellt Weigand das Gerüst selbst oder kommt eine Fremdfirma?

Wir stellen alle Arbeits- und Schutzgerüste mit dem eigenen Team. Planung, Montage, Prüfung und Abbau laufen über einen Ansprechpartner, ohne Schnittstelle zu einem zweiten Betrieb.

Was bedeutet die Kennzeichnung am Gerüst?

Sie zeigt Last- und Breitenklasse sowie Angaben zu Zugang und Bekleidung. Daran erkennt jeder, welche Arbeiten und Lasten auf dem Gerüst zulässig sind. Die Kennzeichnung ist nach DIN EN 12811 verbindlich.

Lässt sich ein Gerüst auch an einen schwierigen Baukörper anpassen?

Ja. Bei Erkern, Dachüberständen oder Balkonen setzen wir Konsol- und Vorstellgerüste ein und weisen bei Abweichung von der Regelausführung die Standsicherheit gesondert nach.

In welchen Orten stellt Weigand Arbeitsgerüste?

Schwerpunkt ist Oberasbach mit allen Ortsteilen. Dazu kommen Zirndorf, Stein, Fürth, Nürnberg, Erlangen, Cadolzburg und Langenzenn.

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