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Detailausbildung an Fenstern, Anschlüssen und Dachbereichen

Wo eine Dämmung gewinnt oder verliert

Eine durchgehende Dämmfläche bringt wenig, wenn an jedem Fenster ein kalter Streifen bleibt und an jeder Durchdringung ein Loch im System klafft. An diesen Punkten laufen Wärme, Wasser und Bewegung zusammen, drei Kräfte, die jede für sich Schaden anrichten können. Wer hier sauber arbeitet, hat eine Fassade, an die er jahrzehntelang nicht mehr denken muss. Wer hier improvisiert, sieht die Folgen oft schon nach dem ersten Winter, als Riss an der Fensterecke oder als Stockfleck an der inneren Laibung.

Fenster, Anschlüsse und Dach im Detail

Fenster: Laibung, Sturz und Fensterbank

Die Laibung führen wir mit schlankeren Dämmplatten bis an den Rahmen, denn der Rahmen muss samt Anschlussfuge ausreichend überdeckt sein, nach den anerkannten Regeln mindestens dreißig Millimeter je Seite. Erst das verhindert, dass die innere Laibungskante auskühlt, dort Tauwasser ausfällt und sich Schimmel bildet. Den Übergang vom Putz zum Rahmen schließen wir mit einer Anputzdichtleiste, die ein Dichtband und einen Dehnungsausgleich mitbringt, sodass die Fuge bei Bewegung weder aufreißt noch undicht wird. Die Fensterbank, meist aus gekantetem Aluminium, bekommt ein Gefälle von etwa fünf Grad, eine ausreichend weit überstehende Tropfkante und seitliche Bordstücke mit Dehnungsausgleich. Unter der Bank dichten wir umlaufend mit geprüftem Fugendichtband ab und führen die Dämmung bis darunter.

Anschlüsse an Rollläden, Balkone und Befestigungen

An einer Dämmfassade wird viel befestigt, und jede Schraube ist ein möglicher Kältepunkt. Leuchten, Briefkästen, Dachrinnenhalter, Geländer oder Markisen setzen wir auf Dämmstoffdübel, Montagezylinder oder thermisch getrennte Konsolen, die die Last in die Wand tragen, ohne eine Wärmebrücke zu schaffen, und dichten die Durchdringung ab. Rollladenkästen, Vordächer und der Übergang zu Balkonen verlangen eigene Lösungen, damit kein Wasser hinter die Dämmung läuft. Bewegungsfugen des Gebäudes führen wir mit Dehnfugenprofilen im Putz weiter, und die Löcher der Gerüstanker schließen wir am Ende sauber.

Dachbereiche: Traufe, Ortgang und Attika

Mit der Dämmung wird die Fassade dicker, und ein knapper Dachüberstand reicht plötzlich nicht mehr. Gerade an den älteren Häusern in den Ortskernen von Altenberg und Kreutles ist der Überstand oft so kurz, dass nach dem Dämmen Wasser über die Fassade liefe und unschöne Läufer hinterließe. Wo nötig, verlängern wir deshalb den Überstand oder ziehen die Blechverwahrung am seitlich angrenzenden Dach ausreichend in die Senkrechte. Bei einem Flachdach führen wir die Dämmung bis an die Attika und arbeiten mit einer thermisch getrennten Verblechung sowie einem Abdeckblech, das ein Gefälle und eine Tropfkante hat und genug Abstand zur fertigen Oberfläche hält. So bleiben die wärmedämmende und die wasserführende Ebene sauber getrennt.

Der Punkt, an dem die Gewerke aufeinandertreffen

Am Fenster und am Dach arbeitet selten nur ein Handwerk. Fensterbauer, Rollladenbauer, Dachdecker und Fassadenbetrieb treffen genau dort aufeinander, wo es am dichtesten sein muss, und in diese Lücke fallen die meisten Bauschäden. Bei einer energetischen Sanierung ohne eigenen Planer trägt diese Verantwortung am Ende der ausführende Betrieb. Wir denken die Anschlüsse deshalb von vornherein mit, stimmen uns mit den anderen Beteiligten ab und schließen die sogenannte Gewerkelücke, statt sie an der Nahtstelle zwischen zwei Firmen offen zu lassen. Weil bei uns Gerüst, Dämmung, Armierung und Putz aus einer Hand kommen, fehlt schon einmal eine ganze Reihe dieser Schnittstellen, und die übrigen koordinieren wir aktiv.

Nach geprüften Details statt Baustellenimprovisation

Für die heiklen Anschlüsse gibt es keine Notwendigkeit zu improvisieren. Die maßgeblichen Vorgaben stehen in den Wärmebrückenregeln der DIN 4108, in den Anforderungen an die Schlagregendichtheit von Anschlussfugen und Dichtbändern sowie in den Detailzeichnungen der Systemhersteller, die für nahezu jede Einbausituation eine geprüfte Lösung bereithalten. Wir richten uns nach diesen Vorgaben und wählen die passenden Profile, Bänder und Befestigungen nach Einbaulage, Bauteilgröße und Dämmdicke aus. So entsteht an jedem Fenster, an jeder Durchdringung und an jedem Dachanschluss ein Detail, das technisch funktioniert und nicht nur gut aussieht.

Termin für Ihre Fassadendämmung

 

Wenn an Ihrer Fassade gedämmt wird, sorgen wir dafür, dass die Anschlüsse an Fenstern, Bauteilen und Dach so dicht sind wie die Fläche dazwischen. Für Häuser in Oberasbach genauso wie in Fürth, Cadolzburg, Zirndorf, Nürnberg, Langenzenn oder Stein.

Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

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Häufige Fragen zur Detailausbildung in Oberasbach

Warum bildet sich nach dem Dämmen Schimmel an der Fensterlaibung?

Meist, weil die Laibung und der Rahmen zu wenig überdeckt sind. Dann bleibt dort eine Wärmebrücke, die innere Kante kühlt aus, und es fällt Tauwasser aus. Eine fachgerechte Laibungsdämmung mit ausreichender Überdeckung verhindert genau das.

Muss die Fensterbank beim Dämmen getauscht werden?

Häufig ja. Sie muss länger sein, um die dickere Dämmung zu überdecken, und braucht Gefälle, eine überstehende Tropfkante sowie einen Dehnungsausgleich. Eine zu kurze oder starre Altbank führt fast zwangsläufig zu Rissen und Feuchteschäden.

Reicht mein Dachüberstand nach dem Dämmen noch aus?

Das hängt davon ab, wie weit er heute vorsteht. Da die Fassade durch die Dämmung nach außen wandert, kann ein knapper Überstand zu kurz werden. Dann läuft Wasser über die Wand, und wir verlängern den Überstand oder passen die Verblechung an.

Wie werden Lampen, Briefkasten oder Dachrinnenhalter befestigt?

Nicht mit einer einfachen Schraube in die Dämmung, sondern mit Dämmstoffdübeln, Montagezylindern oder thermisch getrennten Konsolen, die die Last in die Wand leiten. Die Stelle wird abgedichtet, damit weder ein Kältepunkt noch eine undichte Fuge entsteht.

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