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Risse in der Fassade: Ursachen und was zu tun ist

Warum Fassaden Risse bekommen und wann es ernst wird


Kaum ein Haus bleibt auf Dauer ganz ohne Risse in der Fassade. Die meisten sind harmlos und nur ein Schönheitsfehler, einige wenige weisen auf ein tieferes Problem hin. Der Unterschied liegt nicht in der Farbe, sondern in der Ursache und darin, ob sich der Riss noch bewegt. Im Kern entsteht jeder Riss gleich: Im Material baut sich eine Spannung auf, die größer wird als das, was der Putz oder die Wand aushält. Was diese Spannung auslöst, ist sehr unterschiedlich, und genau das entscheidet, was zu tun ist.

Die Firma Weigand sieht sich Fassadenrisse in Oberasbach und im Raum Nürnberg an, ordnet sie ein und sagt Ihnen, ob ein Riss nur kosmetisch ist oder behandelt werden muss.

Woher die Risse kommen


Schwind- und Haarrisse: meist nur an der Oberfläche

Feine, oft netzartige Haarrisse entstehen häufig, wenn frischer Putz austrocknet und dabei schwindet. Auch eine ungünstige Zusammensetzung des Putzes oder zu schnelles Trocknen begünstigt sie. Solche Risse bleiben in der Regel in der obersten Schicht, sind sehr fein und oft nur bei Nässe richtig zu sehen. Sie sehen unschön aus, gefährden die Bausubstanz aber meist nicht.


Putz- und Netzrisse: wenn der Aufbau nicht stimmt

Tiefer gehen Risse, die durch mehrere Putzschichten verlaufen. Ursache sind häufig zu dicke Putzlagen, eine fehlende oder zu schwache Armierung oder Materialübergänge, an denen verschiedene Baustoffe unterschiedlich arbeiten. Diese Risse erreichen manchmal den Untergrund und lassen Wasser eindringen. Hier reicht reines Überstreichen nicht, weil das Problem im Aufbau liegt und nicht an der Oberfläche.


Setz- und Bauwerksrisse: wenn sich etwas bewegt

Am ernstesten sind Risse, die durch Bewegung im Bauwerk entstehen. Setzt sich das Gebäude, arbeiten Bauteile bei Temperatur- und Feuchtewechseln oder verändert sich die Statik, können Risse entstehen, die durch das Mauerwerk gehen, schräg über Ecken verlaufen oder sich im Lauf der Zeit weiten. Solche Risse sollten Sie ernst nehmen, denn sie deuten auf eine Ursache hin, die mit einem neuen Anstrich nicht behoben ist.


Ist der Riss harmlos oder gefährlich?


Eine erste Einschätzung können Sie selbst treffen. Als Anhaltspunkt gilt: Feine Haarrisse unter etwa einem Millimeter sind meist unkritisch. Aufmerksam werden sollten Sie, wenn ein Riss breiter als rund 0,3 Millimeter ist, schräg verläuft, sich über mehrere Steine zieht, in einem tragenden Bauteil sitzt oder mit der Zeit sichtbar größer wird. Das sind Hinweise, aber keine endgültige Diagnose, deshalb lohnt sich im Zweifel der Blick eines Fachmanns.


Entscheidend ist außerdem, ob sich ein Riss noch bewegt. Das lässt sich mit einem einfachen Trick prüfen. Tragen Sie quer über den Riss eine dünne Gipsmarke auf und beobachten Sie sie etwa vier Wochen. Bleibt sie heil, ruht der Riss und lässt sich in der Regel dauerhaft schließen. Reißt die Marke, ist der Riss noch in Bewegung, und dann muss zuerst die Ursache geklärt werden, bevor man saniert.


Was Sie jetzt tun sollten


Der erste Schritt ist nicht die Reparatur, sondern das Einordnen. Schauen Sie sich den Riss genau an, prüfen Sie Breite und Verlauf und beobachten Sie, ob er sich verändert. Widerstehen Sie der Versuchung, ihn einfach zu überstreichen. Rissfüllende Farben und Streichputze haben enge Grenzen, was Breite und Bewegung angeht, und bei einem beweglichen Riss zeichnet sich der Schaden schon nach kurzer Zeit wieder ab.


Ruhende, feine Risse lassen sich mit einer rissüberbrückenden, diffusionsoffenen Beschichtung dauerhaft schließen. Bewegt sich der Riss, braucht es ein elastisches System, das die Bewegung aufnimmt, und vor allem die Klärung, warum er sich bewegt. Deutet alles auf ein statisches Problem hin, also auf einen breiten, diagonalen oder durch das Mauerwerk laufenden Riss, gehört ein Statiker oder Bauingenieur hinzugezogen. Bei allem dazwischen helfen wir gern weiter. Wir sehen uns den Riss an, sagen Ihnen ehrlich, womit Sie es zu tun haben, und schließen ihn fachgerecht, wenn es ein Fall für die Risssanierung ist.


Unsicher bei einem Riss? Lassen Sie ihn ansehen


Wenn Sie nicht einschätzen können, ob ein Riss an Ihrer Fassade harmlos ist oder behandelt werden muss, sehen wir ihn uns an. Wir ordnen den Riss ein, sagen Ihnen ehrlich, was nötig ist, und schließen ihn fachgerecht, wenn es ein Fall für die Risssanierung ist. Deutet etwas auf ein statisches Problem hin, weisen wir Sie darauf hin.


Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com


FAQ


Sind Risse in der Fassade gefährlich?

Nicht jeder Riss ist ein Grund zur Sorge. Feine Haarrisse sind meist nur ein optisches Thema. Bedenklich wird es, wenn ein Riss breiter als etwa 0,3 Millimeter ist, schräg verläuft, durch das Mauerwerk geht oder mit der Zeit wächst. Solche Risse sollten fachlich beurteilt werden.


Wie finde ich heraus, ob ein Riss sich noch bewegt?

Mit einer einfachen Gipsmarke. Sie tragen einen schmalen Streifen Gips quer über den Riss auf und beobachten ihn rund vier Wochen. Bleibt die Marke unversehrt, ruht der Riss. Reißt sie, ist der Riss aktiv, und die Ursache muss geklärt werden, bevor eine Sanierung sinnvoll ist.


Kann ich Risse in der Fassade selbst reparieren?

Kleine, ruhende Haarrisse lassen sich mit passendem Material oft selbst schließen. Bei breiteren, beweglichen oder diagonalen Rissen ist davon abzuraten, weil ohne die richtige Ursachenklärung und das passende System der Riss zurückkommt. Im Zweifel lohnt sich eine kurze Begutachtung.


Warum reicht es nicht, den Riss zu überstreichen?

Weil Farbe einen Riss nur überdeckt, ihn aber nicht schließt. Bewegt sich der Untergrund, reißt der Anstrich an derselben Stelle wieder auf. Auch rissfüllende Produkte vertragen nur eine begrenzte Rissbreite und Bewegung. Wird diese überschritten, hält die Reparatur nicht.


Wann sollte ich einen Statiker hinzuziehen?

Wenn ein Riss breit ist, schräg über Ecken verläuft, sich über mehrere Steine oder durch tragende Bauteile zieht oder sichtbar größer wird. Das sind Anzeichen für eine Bewegung im Bauwerk, deren Ursache ein Statiker oder Bauingenieur beurteilen sollte, bevor saniert wird.

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