

Gerüstverkleidungen und Planeneinhausungen
Was eine Gerüstverkleidung leistet
Eine Bekleidung erfüllt selten nur eine Aufgabe. Sie hält Regen, Schnee und Wind von der Bausubstanz und vom Arbeitsplatz fern, sie bindet Staub und reduziert Emissionen in Richtung Nachbarschaft, und sie fängt herabfallende Teile auf, bevor sie auf den Gehweg gelangen. Dazu kommt der Sichtschutz, hinter dem ungestört gearbeitet werden kann. Bei einer Hochdruckreinigung verhindert sie, dass Schmutzwasser über die ganze Straße spritzt, bei einem Anstrich, dass Sprühnebel auf parkende Autos zieht. Welche dieser Funktionen im Vordergrund steht, bestimmt, ob ein Netz reicht oder eine Plane nötig ist.
Netz oder Plane: die richtige Bekleidung wählen
Netze und Planen sind keine Geschmacksfrage, sondern eine technische Entscheidung. Sie unterscheiden sich in Schutzwirkung, Lichtdurchlass und vor allem in der Last, die sie auf das Gerüst bringen.
Staubschutznetze für belebte Lagen
Das Staubschutznetz ist die wirtschaftlichste Form der Bekleidung. Es lässt Luft durch, hält aber Staub, Spritzer und kleine Materialteile zurück und fängt herabfallende Gegenstände ab. Weil es luftdurchlässig ist, bietet es dem Wind wenig Angriffsfläche und bleibt auch bei kräftigen Böen sicher am Gerüst. Für die meisten Fassadenarbeiten in dicht bebauten Straßen, etwa im Ortskern von Oberasbach, ist es die naheliegende Lösung.
Gerüstplanen für vollen Wetterschutz
Wo es wirklich dicht sein muss, kommen Planen zum Einsatz. Die lichtdurchlässigen Folien aus gittergewebeverstärktem Polyethylen halten Regen und Schnee ab und lassen zugleich genug Tageslicht durch, was bei Restaurierungen an alten Fassaden wichtig ist. Es gibt sie schwer entflammbar nach der Brandklasse B1, was dort zählt, wo mit Funkenflug zu rechnen ist, und als gedämmte Ausführung, die im Winter sogar Heizwärme im Arbeitsbereich hält. Der Preis dafür ist die deutlich höhere Windlast, auf die wir die Verankerung gezielt auslegen.
Planeneinhausungen und Wetterschutzdächer
Soll ganzjährig und wettergeschützt gearbeitet werden, bauen wir eine geschlossene Einhausung, bei der die Planen über Kedersäume in montierte Schienen eingezogen werden und so eine dichte Hülle bilden. Nach oben lässt sich diese mit einem Wetterschutzdach abschließen, sodass auch bei Dauerregen oder Frost weitergearbeitet werden kann und der Bauablauf nicht stillsteht. Gerade bei einer länger laufenden Sanierung in Erlangen oder Nürnberg verhindert das teure Verzögerungen über die kalte Jahreszeit.
Wann sich welche Verkleidung lohnt
Die Wahl ergibt sich aus dem Vorhaben. In einer engen Innenstadtlage mit viel Publikumsverkehr stehen Staub- und Sichtschutz im Vordergrund, hier genügt meist ein Netz. Bei Arbeiten, die sich in den Winter ziehen, oder bei einer Fassade, die trocken bleiben muss, führt kein Weg an einer Plane oder einer vollständigen Einhausung mit Wetterschutzdach vorbei. Für Restaurierungen, bei denen jeder Pinselstrich gutes Licht braucht, nehmen wir die transparente Variante, und wo gereinigt oder gestrahlt wird, schützt eine dichte Bekleidung die Umgebung vor Wasser und Schmutz. Weil wir Gerüst und Fassadenarbeiten selbst ausführen, stimmen wir die Bekleidung von Anfang an auf das ab, was später darauf passiert.
Warum eine Verkleidung die Verankerung verändert
Hier liegt der Punkt, an dem sich seriöser Gerüstbau zeigt. Sobald ein Gerüst bekleidet wird, verwandelt es sich in eine Wand, die dem Wind eine Fläche entgegensetzt. Aus einem luftig durchlässigen Gerüst wird ein Segel, und die Kräfte, die dabei entstehen, müssen sicher in das Bauwerk abgeleitet werden. Eine Plane bringt dabei rund die doppelte Windlast eines Netzes auf die Konstruktion, weshalb wir das Ankerraster und die Befestigung entsprechend dichter ausführen. Für bekleidete Gerüste innerhalb der Regelausführung übernehmen wir das Ankerraster aus der Aufbau- und Verwendungsanleitung des Systems, bei Einhausungen ohne vorgegebenes Raster wird die Standsicherheit im Einzelfall nachgewiesen. Die Windlasten regelt unter anderem die DIN EN 12811-1. Wer eine Plane einfach über ein bestehendes Gerüst zieht, ohne die Verankerung anzupassen, riskiert genau die Kettenreaktion, bei der in der Vergangenheit ganze Gerüste umgestürzt sind. Vor der Nutzung prüft eine befähigte Person die bekleidete Konstruktion und gibt sie frei.
Gerüst fachgerecht verkleiden lassen
Sie haben eine Baustelle an einer belebten Straße, eine empfindliche Fassade oder ein Vorhaben, das sich in die kalte Jahreszeit zieht, und brauchen den passenden Schutz? Wir sehen uns die Lage vor Ort an, empfehlen Netz, Plane oder Einhausung und legen die Verankerung sicher aus.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zu Gerüstverkleidungen in Oberasbach
Was ist der Unterschied zwischen Netz und Plane am Gerüst?
Ein Netz ist luftdurchlässig, hält Staub und kleine Teile zurück und belastet das Gerüst wenig. Eine Plane ist dicht, schützt vollständig vor Regen, Wind und Schnee, bringt aber eine deutlich höhere Windlast mit und verlangt eine stärkere Verankerung.
Erhöht eine Plane die Standsicherheitsanforderungen?
Ja. Eine Plane wirkt wie ein Segel und bringt etwa die doppelte Windlast eines Netzes. Deshalb wird das Ankerraster dichter ausgeführt und bei Einhausungen die Standsicherheit gesondert nachgewiesen.
Kann man bei Regen oder im Winter unter einer Einhausung arbeiten?
Ja. Eine geschlossene Einhausung mit Wetterschutzdach erlaubt es, auch bei Regen, Schnee oder Frost weiterzuarbeiten. Gedämmte Planen halten dabei zusätzlich Wärme im Arbeitsbereich.
Hilft eine Verkleidung gegen Staub bei der Nachbarschaft?
Ja. Staubschutznetze und Planen binden einen großen Teil des Staubs und verhindern, dass Spritzer und Materialteile auf Gehweg, Straße oder Nachbargrundstücke gelangen.
Wo bekleidet Weigand Gerüste?
Schwerpunkt ist Oberasbach mit allen Ortsteilen. Dazu kommen Fürth, Nürnberg, Erlangen, Zirndorf, Stein und Cadolzburg.
