

Raumgerüste für Industriehallen
Wenn die ganze Deckenfläche erreichbar sein muss
Ein Fassadengerüst steht an der Wand. Ein Raumgerüst steht im Gebäude und schafft eine durchgehende Arbeitsebene unter der gesamten Decke. Gebraucht wird es überall dort, wo großflächig oben gearbeitet wird: Hallendächer von innen instand setzen, Lüftungs- und Sprinklertechnik montieren, Deckenanstriche in Produktionshallen, Reinigung nach Brandschäden.
Der Vorteil liegt auf der Hand. Statt eine Hubarbeitsbühne hundertmal umzusetzen, arbeiten mehrere Leute gleichzeitig auf einer Ebene. Bei großen Flächen ist das schneller und in Summe günstiger, außerdem lässt sich Material oben lagern.
Der Preis dafür ist der Aufwand für Auf- und Abbau. Ab welcher Fläche sich das rechnet, hängt von Höhe, Dauer und Zugänglichkeit ab. Bei kurzen Einsätzen an wenigen Punkten ist eine Bühne meist sinnvoller, und das sagen wir auch.
Was bei Hallen zu klären ist
Der Hallenboden
Ein Raumgerüst setzt viele Stiele auf den Boden. Industriesohlen halten das meist problemlos, kritisch sind Bereiche über Kanälen, Gruben, Bodeneinläufen oder älteren Estrichflächen. Wir klären vorher, wo die Lasten stehen dürfen, und verteilen sie über Unterlegplatten, wo es nötig ist.
Der laufende Betrieb
Selten steht eine Halle still. Meist muss ein Teil der Produktion weiterlaufen, Wege müssen frei bleiben, Krane müssen fahren können. Wir bauen deshalb häufig abschnittsweise und stimmen die Aufstellflächen vorher mit dem Betrieb ab. Was nicht geht, sagen wir vorher.
Einbauten unter der Decke
Kranbahnen, Leitungstrassen, Beleuchtung und Sprinkler stehen dem Gerüst im Weg. Diese Punkte werden im Vorfeld aufgenommen, damit die Arbeitsebene daran vorbeigeführt oder unterbrochen werden kann. Nachträgliches Umbauen kostet mehr als eine gründliche Aufnahme.
Zugang und Rettung
Zu einer großen Arbeitsebene gehören mehrere Aufstiege, meist als Treppentürme, damit im Notfall niemand über eine Leiter absteigen muss. Bei ausgedehnten Flächen ist außerdem zu klären, wie eine verletzte Person geborgen werden kann.
Ausführung und Regelwerk
Raumgerüste werden als Arbeitsgerüste nach DIN EN 12811 gebaut und nach der Technischen Regel für Betriebssicherheit TRBS 2121 Teil 1 aufgebaut und geprüft. Das bedeutet dreiteiligen Seitenschutz an allen Rändern und Öffnungen, lückenlose Beläge und gesicherte Aufstiege.
Die Lastklasse richtet sich nach der Arbeit. Für Anstriche und Kontrollen reicht meist Klasse 3, sobald Material oben lagert oder schwere Bauteile montiert werden, wird höher eingestuft. Diese Einordnung treffen wir zusammen mit Ihnen, weil sie den Aufbau und die Kosten bestimmt.
Bei großen Höhen kommt die Aussteifung hinzu. Ein freistehendes Raumgerüst kann sich nicht an einer Fassade verankern, deshalb wird es über Diagonalen ausgesteift und je nach Situation an Stützen oder Bauteilen gehalten. Wo verankert werden darf, klären wir mit dem Betrieb.
Prüfung und Übergabe
Nach dem Aufbau prüft ein befähigter Mitarbeiter die Konstruktion und gibt sie schriftlich frei. Bei Raumgerüsten mit mehreren Abschnitten erfolgt die Freigabe je Abschnitt, damit nicht auf einen noch unfertigen Bereich gestiegen wird. Wer die Fläche nutzt, trägt danach die tägliche Sichtkontrolle, mehr dazu bei Haftung und Pflichten beim Mietgerüst.
Raumgerüst für Ihre Halle anfragen
Nennen Sie uns Hallenmaße, Höhe unter der Decke, die geplante Arbeit und ob der Betrieb weiterläuft. Wir kommen zur Besichtigung und planen die Konstruktion darauf ab. Weitere Lösungen finden Sie beim Gerüstbau für Industrieanlagen und bei den Industriegerüsten.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com
Firma Weigand, St.-Lorenz-Str. 154, 90522 Oberasbach. Wir arbeiten im Großraum Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Umgebung.
Häufige Fragen
Ab wann lohnt sich ein Raumgerüst gegenüber einer Hubarbeitsbühne?
Grob gesagt bei großen zusammenhängenden Flächen und längerer Arbeitsdauer, vor allem wenn mehrere Leute gleichzeitig arbeiten. Bei punktuellen Einsätzen ist eine Bühne meist wirtschaftlicher.
Kann die Halle während der Arbeiten weiterlaufen?
Häufig ja, in Abschnitten. Wir stimmen Aufstellflächen, Wege und Zeitfenster vorher mit dem Betrieb ab. Vollständiger Stillstand ist selten nötig.
Wie lange dauert der Aufbau?
Das hängt von Fläche und Höhe ab. Bei mittleren Hallen sind mehrere Tage bis zu zwei Wochen üblich, bei abschnittsweisem Vorgehen verteilt sich das über den Bauablauf.
Dürfen wir eigene Leute darauf arbeiten lassen?
Ja, nach der Freigabe. Sie erhalten den Freigabeschein, die Kennzeichnung hängt an den Aufstiegen. Veränderungen an der Konstruktion nehmen ausschließlich wir vor.
Was ist mit Staub und Schutz der Anlagen?
Abdeckungen und Staubschutz planen wir mit ein, wenn empfindliche Anlagen unter der Arbeitsebene stehen. Das gehört als eigene Position ins Angebot.
