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Treppentürme und Zugangssysteme

Der Aufstieg entscheidet über die Arbeitszeit


Ein Leitergang ist billig und langsam. Wer zwanzigmal am Tag mit Material auf und ab steigt, verliert dabei mehr Zeit, als der Treppenturm gekostet hätte. Bei kurzen Einsätzen fällt das nicht ins Gewicht, bei Baustellen über mehrere Wochen sehr wohl.


Dazu kommt ein Punkt, der sich nicht in Stunden rechnet. Über eine Leiter kann niemand eine verletzte Person nach unten bringen. Bei hohen oder ausgedehnten Konstruktionen ist ein Treppenturm deshalb Teil des Rettungswegs und keine Komfortausstattung.


Wir stellen Treppentürme sowohl als Teil unserer eigenen Gerüste als auch freistehend, etwa als Zugang zu Baugruben, Containeranlagen oder Hallendächern.

Die Zugangsarten im Vergleich


Leitergang im Gerüstfeld

Die Grundausstattung. Innenliegende Leitern mit Durchstiegsluken in den Belägen. Ausreichend für Kontrollgänge und kurze Arbeiten, ungeeignet für Materialtransport und für mehrere Personen gleichzeitig.


Treppenturm im Gerüst

Ein Feld des Gerüsts wird als Treppenlauf ausgebildet. Personen steigen bequem auf, Material lässt sich tragen, und Gegenverkehr ist möglich. Das ist der Standard bei längeren Baustellen und bei Arbeiten mit mehreren Leuten.


Freistehender Treppenturm

Als eigenständige Konstruktion, wo kein Gerüst steht oder wo der Zugang von der Konstruktion getrennt sein soll. Typisch bei Baugruben, bei Zugängen zu Zwischenebenen in Hallen und bei Bürocontainern.


Materialtransport

Für schwereres Material reicht Tragen nicht. Dann kommen Aufzüge oder Lastenaufnahmen an der Konstruktion dazu, die eigens bemessen werden. Wie wir solche Kombinationen planen, steht beim Industriegerüstbau.

Ausführung und Regelwerk


Treppen im Gerüstbau richten sich nach DIN EN 12811. Vorgegeben sind unter anderem Stufenhöhe und Auftritt, die durchgehende Ausbildung von Geländer und Handlauf sowie die lichte Durchgangsbreite. Zwischenpodeste sorgen dafür, dass kein Lauf zu lang wird.


Wichtig ist die Lastannahme. Ein Treppenturm trägt nicht nur Personen, sondern auch die dynamischen Kräfte beim Begehen, dazu Wind, wenn er frei steht. Freistehende Türme brauchen deshalb eine eigene Aussteifung und häufig eine Ballastierung oder Verankerung am Bauwerk.


Der Fußpunkt wird auf tragfähigem Untergrund ausgerichtet, bei weichem Boden über Lastverteilungsplatten. Gerade bei Baugruben ist der Randbereich kritisch, dort halten wir Abstand zur Böschungskante ein oder gründen entsprechend.


Prüfung, Freigabe und Nutzung


Nach dem Aufbau prüfen wir und geben schriftlich frei, die Kennzeichnung hängt am unteren Antritt. Während der Nutzung gilt dasselbe wie bei jedem Gerüst: tägliche Sichtkontrolle durch den Nutzer, Änderungen ausschließlich durch uns. Die Aufteilung der Verantwortung steht bei Haftung und Pflichten beim Mietgerüst, die weiteren Anforderungen bei den Sicherheitskonzepten im Gerüstbau.


Bei Winterbaustellen kommt die Räum- und Streupflicht auf den Stufen dazu. Wer sie übernimmt, klären wir vorher schriftlich, weil ungeklärte Zuständigkeit hier ein echtes Risiko ist.

Treppenturm anfragen


Nennen Sie uns Höhe, geplante Nutzung und Standdauer, dann bekommen Sie ein Angebot mit getrennten Positionen. Für flächige Arbeiten im Inneren gibt es zusätzlich Raumgerüste für Industriehallen, für lasttragende Konstruktionen Traggerüste und Lastgerüste.


Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com


Firma Weigand, St.-Lorenz-Str. 154, 90522 Oberasbach. Wir arbeiten im Großraum Nürnberg, Fürth, Erlangen und Umgebung.

Häufige Fragen


Ab wann lohnt sich ein Treppenturm?

Sobald mehrere Personen regelmäßig auf- und absteigen oder Material getragen wird. Bei Baustellen über zwei Wochen rechnet sich der Aufpreis meist über die eingesparte Zeit.


Kann ein Treppenturm freistehend gestellt werden?

Ja, mit eigener Aussteifung und je nach Höhe mit Ballast oder Verankerung. Typisch bei Baugruben, Containeranlagen und Zwischenebenen in Hallen.


Ist ein Treppenturm Pflicht?

Nicht generell. Er wird aber gefordert, wenn Leitergänge als Rettungsweg nicht ausreichen oder wenn regelmäßig Material transportiert wird. Das ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung.


Was kostet ein Treppenturm?

Er wird als eigene Position kalkuliert, abhängig von Höhe, Aufbauform und Standdauer. Bei einem Einfamilienhaus liegt der Aufpreis meist im niedrigen dreistelligen Bereich, bei Industrieprojekten deutlich darüber.


Dürfen wir den Turm auch für andere Gewerke nutzen?

Ja, nach der Freigabe. Jeder Nutzer trägt dabei die tägliche Sichtkontrolle. Veränderungen an der Konstruktion nehmen ausschließlich wir vor.

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