

Montage von Dämmplatten und Befestigungssystemen
Die Schicht, die den ganzen Aufbau trägt
Eine Dämmplatte muss zwei Dinge gleichzeitig schaffen. Sie muss flächig mit dem Untergrund verbunden sein, damit hinter ihr keine Luft zirkuliert, und sie muss mechanisch so gesichert sein, dass Wind und Eigengewicht sie nicht lösen. Das eine erledigt der Kleber, das andere der Dübel. Beide greifen ineinander, und keiner ersetzt den anderen. Genau dieses Zusammenspiel ist die eigentliche Handwerksleistung bei der Montage, und sie sieht an einer Vollziegelwand in Unterasbach anders aus als an einem Betonbau aus den siebziger Jahren.
Wie wir Platten und Befestigung anbringen
Untergrund prüfen und Platten verkleben
Bevor die erste Platte gesetzt wird, muss der Untergrund tragen. Wir prüfen ihn auf Festigkeit, Staub und Feuchte, bei unklaren Altputzen auch mit Auszugsproben für die Dübel. Auf einem ebenen, festen Grund tragen wir den Klebemörtel vollflächig im Kammbettverfahren auf. Ist die Wand uneben, was bei Bestandsbauten die Regel ist, arbeiten wir im Randwulst-Punkt-Verfahren: ein umlaufender Klebewulst am Plattenrand plus mehrere Punkte in der Fläche, mindestens vierzig Prozent Klebefläche. Der umlaufende Wulst ist kein Schönheitsdetail, er verhindert, dass Luft hinter die Platten kriecht und die Dämmwirkung aushebelt.
Verdübeln nach Schema
Der Dübel sichert die Verklebung und hält den Anpressdruck über die Jahre, er ist keine bloße Absturzsicherung. Mineralwolle wird grundsätzlich zusätzlich gedübelt, bei EPS hängt es vom Untergrund und von der Windlast ab. Gesetzt wird erst, wenn der Kleber abgebunden hat, mit Tellerdübeln im Durchsteckverfahren und nach dem Schema, das der Systemhersteller im Standsicherheitsnachweis vorgibt. Die Zahl der Dübel richtet sich nach Gebäudehöhe, Lage und Windlast, an Ecken und Rändern sitzen mehr als in der Fläche. Damit sich später nichts auf dem Putz abzeichnet, versenken wir die Dübel und verschließen sie mit einer Dämmrondelle, sodass kein Leopardenmuster aus Kältepunkten entsteht.
Stöße, Ecken und Anschlüsse
Die Platten werden von unten nach oben, dicht gestoßen und im Verband verlegt, also mit versetzten Fugen wie beim Mauern. In die Stoßfugen gehört kein Mörtel, klaffende Fugen schließen wir mit passendem Dämmstoff, nicht mit Kleber, weil dort sonst Wärmebrücken und Risse entstehen. An den Gebäudeecken verzahnen wir die Platten, an Fenstern führen wir die Stöße bewusst nicht über die Ecken der Öffnung, weil genau dort sonst der Putz aufreißt. Brandriegel aus Mineralwolle setzen wir, wo die Gebäudehöhe sie verlangt, vollflächig verklebt und gedübelt.
Die Fehler, die wir nicht machen
Die meisten Schäden an gedämmten Fassaden gehen nicht auf das Material zurück, sondern auf die Montage. Der Klassiker sind nur punktweise verklebte Platten. Sie sitzen anfangs scheinbar fest, doch hinter ihnen zirkuliert Luft, die Dämmung verliert ihre Wirkung, und mit der Zeit lösen sich die Platten. Ähnlich heikel sind durchlaufende Kreuzfugen und Stöße, die an Fensterecken auslaufen, denn dort kündigt sich der nächste Riss schon an. Mörtel in den Fugen, fehlende Eckverzahnung, schief gesetzte oder zu flach sitzende Dübel: All das sind Punkte, an denen sauberes Arbeiten und schnelles Wegarbeiten auseinandergehen. Weil bei uns das Gerüst aus demselben Haus kommt, steht es mit den richtigen Abständen und Belaghöhen für genau diese Arbeit, und niemand muss Platten aus einer unbequemen Haltung heraus an die Wand zwingen.
Normgerecht befestigt und sicher gearbeitet
Die Regeln für die Montage stehen in der DIN 55699 und in den Verarbeitungsrichtlinien des jeweiligen Systemherstellers, dessen Komponenten als geprüfte Einheit zusammengehören. Daran richten wir Klebeverfahren, Dübelart und Dübelzahl aus, und wir halten fest, was verbaut wurde, denn die Dokumentation der Befestigung wird zunehmend verlangt. Der Großraum Nürnberg liegt in einer eher windschwachen Zone, was den Aufwand an den Rändern in vernünftigem Rahmen hält, ohne dass wir an der Sicherheit sparen. Die Arbeit selbst findet in der Höhe statt, auf einem Gerüst, das wir nach den Vorgaben der TRBS 2121 stellen und prüfen, mit tragfähigen Belägen und Seitenschutz. So bleibt die Montage nicht nur technisch sauber, sondern auch für unsere Leute sicher.
Termin für Ihre Fassadendämmung
Wenn an Ihrer Fassade demnächst gedämmt wird, sorgen wir dafür, dass die Platten richtig sitzen, vom Untergrund bis zum letzten Dübel. Für Häuser in Oberasbach genauso wie in Fürth, Nürnberg, Zirndorf, Stein, Erlangen oder Herzogenaurach.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zur Plattenmontage in Oberasbach
Müssen die Platten verklebt und verdübelt werden, oder reicht eins?
In den meisten Fällen beides. Mineralwolle wird immer zusätzlich gedübelt, bei EPS auf einem wirklich tragfähigen Mauerwerk kann die Verklebung tragen, ergänzt um eine konstruktive Dübelung. Was bei Ihrem Untergrund nötig ist, zeigt die Prüfung vor Ort.
Warum reicht es nicht, die Platten mit ein paar Klebebatzen zu setzen?
Weil dann Luft hinter die Dämmung gelangt und sie ihre Wirkung verliert. Die Platten müssen mit umlaufendem Randwulst und Punkten oder vollflächig verklebt werden, sonst sitzen sie lose und lösen sich mit der Zeit.
Zeichnen sich die Dübel später auf dem Putz ab?
Nur bei falscher Ausführung. Wir versenken die Dübel und decken sie mit einer Dämmrondelle ab, sodass keine Kältepunkte und damit keine sichtbaren Flecken entstehen.
Wie viele Dübel braucht meine Fassade?
Das hängt von Gebäudehöhe, Lage und Windlast ab und reicht je nach Fall von wenigen bis zu rund sechzehn Dübeln pro Quadratmeter, an Ecken mehr als in der Fläche. Die genaue Zahl gibt der Standsicherheitsnachweis des Systems vor.
