

Putzsanierung und Rissinstandsetzung
Erst den Riss lesen, dann den Putz reparieren
Ein Riss in der Fassade sieht überall gleich aus, ist es aber nicht. Der feine, netzartige Haarriss auf der Südseite eines Reihenhauses in Unterasbach hat eine ganz andere Ursache als der breite, diagonal vom Fenster weglaufende Riss an einem älteren Massivbau in Fürth. Und genau das entscheidet über die richtige Reparatur. Wer einfach überstreicht oder zuputzt, ohne die Ursache zu kennen, sieht den Riss meist nach dem nächsten Winter wieder an derselben Stelle.
Wir bei Weigand Bau gehen deshalb bei jeder Putzsanierung von der Diagnose aus. Erst wenn klar ist, warum der Putz reißt, legen wir fest, wie wir ihn instand setzen. Das klingt selbstverständlich, wird in der Praxis aber oft übersprungen, weil das Zuputzen schneller geht als das Nachdenken. Bei uns nicht.
Welcher Riss steckt in Ihrer Fassade?
Haarrisse und Netzrisse an der Oberfläche
Feine, netzartige Risse in der Putzoberfläche sind der häufigste Fall und der harmloseste. Bis zu einer Breite von etwa 0,2 Millimeter gelten sie nach den einschlägigen Putznormen oft noch als innerhalb der Toleranz, solange sie die Schutzfunktion nicht stören. Solche Schwind- und Schrumpfrisse entstehen, wenn der Putz beim Trocknen arbeitet oder wenn die Sonnenseite sich stärker aufheizt als der Rest. Sind sie zur Ruhe gekommen, lassen sie sich anstrichtechnisch behandeln: Wir hydrophobieren den saugenden Untergrund, damit kein Wasser eindringt, und schließen die Risse mit einem abgestimmten Beschichtungssystem. Kein neuer Putz nötig, wenn der alte trägt.
Risse aus dem Untergrund und an Anschlüssen
Anders wird es, wenn der Riss nicht aus dem Putz selbst kommt, sondern aus dem, was darunter liegt. Übergänge zwischen verschiedenen Baustoffen, Rollladenkästen, Fensterstürze und Anschlüsse sind die klassischen Stellen. Hier treffen Bauteile aufeinander, die sich unterschiedlich bewegen, und der Putz reißt genau an der Naht. Bei einem monolithischen Poroton-Bau, wie er in vielen Neubaugebieten rund um Oberasbach steht, laufen Risse oft entlang der Mauerfugen mit. Solche Risse überstreichen wir nicht. Wir arbeiten eine Armierungslage mit eingebettetem Gewebe ein, die die Spannung über die Fläche verteilt, statt sie an einem Punkt aufbrechen zu lassen.
Arbeitende Risse, die immer wiederkommen
Der schwierigste Fall ist der Riss, der sich noch bewegt. Setzungen aus dem Baugrund, Erschütterungen, große Bauwerksverformungen. Solche dynamischen Risse kann kein Putz und kein Armierungsgewebe dauerhaft überbrücken. Wer sie starr verfüllt, macht den Fehler, der garantiert wiederkommt. Hier gibt es zwei ehrliche Wege. Entweder entkoppeln wir den Riss nach WTA-Vorgabe mit einem Putzträgerstreifen auf einer Trennlage, sodass die Bewegung nicht mehr auf die Oberfläche durchschlägt. Oder, wenn der Verdacht auf ein statisches Problem besteht, ziehen wir einen Gutachter oder Statiker hinzu, bevor irgendjemand die Kelle ansetzt. Alles andere wäre unseriös.
Wie wir den Putz bei Weigand Bau instand setzen
Am Anfang steht immer die Prüfung des Altputzes. Mit einer Abrissprobe stellen wir fest, ob er überhaupt noch tragfähig ist, denn eine Armierung auf einem Putz, der sich vom Untergrund löst, hält nichts. Klingt eine Fläche beim Abklopfen hohl, muss sie runter. Bröselnder oder abgesandeter Altputz ebenso. Was fest sitzt, bleibt.
Danach wählen wir das Verfahren, das zum Rissbild passt. Bei ruhenden Einzelrissen genügt oft die anstrichtechnische Sanierung mit hydrophobierender Grundierung und rissfüllender Beschichtung. Bei flächigen Rissen bauen wir den klassischen Aufbau: Klebe- und Armierungsmörtel, vollflächig eingebettetes Gewebe, darauf ein passender Oberputz und die Schlussbeschichtung. Ob mineralischer Putz, Strukturputz oder ein feuchteregulierender Sanierputz zum Einsatz kommt, hängt vom Untergrund und der Belastung ab. In salzbelasteten oder feuchten Sockelbereichen greifen wir zum Sanierputz, weil er Feuchte anders verarbeitet als ein normaler Oberputz.
Ein Vorteil, den Sie in der Region nicht überall bekommen: Gerüst, Putzarbeit und Anstrich laufen bei uns aus einer Hand. Unser eigenes Gerüstteam stellt die Arbeitsflächen, die Putzer arbeiten direkt danach, der Anstrich schließt das System ab. Keine Wartezeiten zwischen fremden Betrieben, keine Schnittstelle, an der sich niemand zuständig fühlt.
Was Qualität hier bedeutet
Die Beurteilung gerissener Putze ist kein Bauchgefühl, sondern in einem eigenen WTA-Merkblatt geregelt, dem Merkblatt 2-4 zur Beurteilung und Instandsetzung gerissener Putze an Fassaden. Darin sind die Verfahren für Einzelriss und Fläche beschrieben, und daran halten wir uns. Die Toleranzgrenze von 0,2 Millimeter, ab der ein Riss überhaupt als Mangel gilt, ist unter anderem in DIN EN 13914-1 und DIN 18550-1 verankert. Das ist wichtig zu wissen, denn nicht jeder sichtbare Riss ist ein Schaden, der behandelt werden muss. Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn ein Riss rein optisch ist und keine Reparatur braucht, statt Ihnen Arbeit zu verkaufen, die Sie nicht benötigen.
Ein Punkt am Rande, der Geld kosten kann: Sobald mehr als zehn Prozent einer Fassadenfläche neu verputzt werden, greifen die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes. Bei einer größeren Putzsanierung sprechen wir das im Vorfeld an, damit Sie nicht unerwartet vor einer Dämmauflage stehen. Als Meisterbetrieb seit 2009 kalkulieren wir jede Position nachvollziehbar und hinterlassen die Baustelle sauber. Das ist keine Werbezeile, sondern das, was unsere Kunden in Oberasbach und Umgebung von uns kennen.
Putz prüfen lassen und Angebot sichern
Bevor aus einem Riss ein Feuchteschaden im Mauerwerk wird, lohnt der Blick vom Fachmann. Wir kommen zu Ihnen nach Oberasbach, Fürth, Cadolzburg oder in einen der Nachbarorte, lesen das Rissbild, prüfen den Altputz und erstellen ein transparentes Angebot mit klar aufgeführten Positionen.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zur Putzsanierung in Oberasbach
Ab wann ist ein Riss im Außenputz ein echter Mangel?
Als grobe Grenze gilt eine Rissbreite von etwa 0,2 Millimeter. Feine Haarrisse darunter, die die Schutzfunktion nicht stören, sind meist optisch und kein Mangel. Breitere Risse, Risse an Anschlüssen oder solche, die feucht werden, sollten geprüft werden. Wir schauen uns das vor Ort an und ordnen den Riss richtig ein.
Kann man Risse einfach überstreichen?
Nur bei ruhenden Haarrissen auf tragfähigem Untergrund, und auch dann mit dem richtigen System. Bewegt sich ein Riss noch, reißt er durch jeden Anstrich wieder auf. Deshalb klären wir immer erst die Ursache, bevor wir das Verfahren wählen.
Muss der ganze Putz runter oder reicht eine Ausbesserung?
Das entscheidet die Abrissprobe. Sitzt der Altputz noch fest, genügt oft eine Armierung oder eine Teilinstandsetzung. Klingt er hohl oder sandet er ab, muss die betroffene Fläche erneuert werden. Wir prüfen das, bevor wir ein Angebot machen.
Übernehmen Sie auch das Gerüst für die Putzarbeiten?
Ja, mit unserem eigenen Team. Gerüst, Putz und Anstrich greifen so ohne Wartezeiten ineinander, und Sie haben nur einen Ansprechpartner für das ganze Projekt.
