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Sanierungsgerüste für Altbauten und Bestandsimmobilien

Warum ein Altbau andere Regeln stellt als ein Neubau

Beim Neubau ist der Untergrund bekannt. Beton und frisches Mauerwerk tragen die Gerüstanker mit berechenbaren Werten, und die Fassade ist glatt und ohne Vorsprünge. Ein Altbau ist das Gegenteil: Der Verankerungsgrund ist oft alt, ausgewittert oder uneinheitlich, die Fassade trägt Gesimse, Stuck und Erker, und nicht selten wohnen Menschen im Haus, während gearbeitet wird. Dazu kommen enge Innenstadtlagen, in denen das Gerüst über einen Gehweg oder bis an die Grundstücksgrenze reicht. Jede dieser Bedingungen verändert die Planung, und keine davon lässt sich mit einem Standardkit von der Stange erschlagen.

Was bei der Altbausanierung am Gerüst zählt

Drei Themen entscheiden bei einem Bestandsgebäude über Sicherheit und Schadensfreiheit. Wir klären sie vor dem ersten Aufbautag.

Schmuckfassaden, Gesimse und Erker schützen

Eine reich gegliederte Altbaufassade ist empfindlich. Vorspringende Gesimse, Sohlbänke und Stuckprofile vertragen weder Druck noch unbedachte Anker. Wir setzen die Verankerungspunkte so, dass sie die tragende Wand erreichen und die Zierelemente unberührt lassen, und führen das Gerüst mit Konsolen über vorspringende Bauteile hinweg. So bleibt die historische Fassade während der gesamten Sanierung geschützt, statt unter dem Gerüst zusätzlichen Schaden zu nehmen.

Verankerung an historischem Mauerwerk

Hier liegt der eigentliche Knackpunkt. Wo der Untergrund unsicher ist, reichen herkömmliche Dübel nicht ohne Weiteres, und oft kommen Injektions- oder Verbundanker zum Einsatz, die sich im porösen Mauerwerk verkrallen. Welche Last ein Ankerpunkt wirklich trägt, schätzen wir aber nicht, sondern prüfen es vor Ort. Mehr dazu weiter unten.

Bewohnte Häuser zugänglich und sicher halten

Bei einer Bestandsimmobilie zieht selten jemand für die Bauzeit aus. Das Gerüst muss deshalb so geplant werden, dass Hauseingänge, Briefkästen und Zufahrten erreichbar bleiben, oft mit einem Schutzdach über dem Eingang. Fenster und Balkone der Bewohner halten wir im Blick, und in belebten Lagen sorgen wir mit Bekleidung für Sicht- und Staubschutz. Weil ein Gerüst auch eine Kletterhilfe ist, raten wir bei längerer Standzeit an bewohnten Objekten zu Maßnahmen, die den Aufstieg im Erdgeschoss erschweren.

Enge Lagen, Gehwege und Nachbargrundstücke

Altbauten stehen oft dort, wo es eng ist, in geschlossener Bauweise, an schmalen Gehwegen oder direkt an der Grundstücksgrenze. Reicht das Gerüst auf öffentlichen Grund, ist eine Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde nötig, und wir kümmern uns frühzeitig um die Abstimmung, damit der Aufbau nicht am Papier scheitert. Muss über ein Nachbargrundstück gerüstet werden, klären wir die Zustimmung vorab. Auch der Untergrund will geprüft sein, denn alter Hof, Kopfsteinpflaster oder weicher Boden tragen Punktlasten nicht von allein. Wir verteilen die Lasten über Unterlagsbohlen und gründen das Gerüst sicher. Bei vermieteten Objekten stimmen wir uns mit der Hausverwaltung ab, sodass Bewohner wissen, was wann passiert. Weil wir Gerüst und Fassadenarbeiten selbst ausführen, bleibt diese Abstimmung in einer Hand.

Tragfähigkeit testen statt schätzen

Am Altbau ist die Verankerung kein Routinevorgang, sondern der sicherheitsentscheidende Schritt. Gerüstanker dürfen nur in tragfähige Bauteile gesetzt werden, niemals an Fallrohre, Fensterrahmen oder Blitzableiter. Ob der vorhandene Verankerungsgrund die nötigen Kräfte aufnimmt, lässt sich an einem alten Mauerwerk nicht aus der Zulassung ablesen. Deshalb führen wir an der Verwendungsstelle Probebelastungen durch, in der Regel mindestens fünf, deren Anzahl und Lage eine befähigte Person festlegt. Versagt dabei ein Punkt, erhöhen wir die Zahl der Verankerungen und passen das Raster an. Die Ergebnisse halten wir in einem Protokoll fest, das während der gesamten Standzeit verfügbar bleibt. Nach dem Abbau verschließen wir die Ankerstellen im Mauerwerk fachgerecht, damit keine offenen Löcher in der sanierten Fassade zurückbleiben. So steht am Anfang der Sanierung kein Vertrauen auf gut Glück, sondern eine geprüfte und dokumentierte Grundlage.

Altbau sicher einrüsten lassen

 

Sie sanieren ein Altbau oder eine Bestandsimmobilie und brauchen ein Gerüst, das mit unsicherem Mauerwerk, empfindlicher Fassade und bewohntem Haus umgehen kann? Wir sehen uns das Gebäude an, prüfen die Verankerung und erstellen ein transparentes Angebot für Gerüst und Sanierung aus einer Hand.

Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

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Häufige Fragen zu Sanierungsgerüsten für Altbauten in Oberasbach

Warum ist die Verankerung an einem Altbau aufwendiger?

Weil der Untergrund unbekannt und oft ausgewittert ist. Anders als bei Beton lässt sich die Tragfähigkeit nicht einfach annehmen, sondern muss durch Probebelastungen an der Wand nachgewiesen werden.

Beschädigt das Gerüst die alte Fassade?

Bei sorgfältiger Planung nicht. Wir setzen die Anker in die tragende Wand und nicht in Zierelemente und führen das Gerüst mit Konsolen über Gesimse und Erker. Die Ankerstellen werden nach dem Abbau wieder verschlossen.

Kann auch ein bewohntes Haus eingerüstet werden?

Ja. Wir planen das Gerüst so, dass Eingänge und Zufahrten frei bleiben, sichern den Eingangsbereich mit einem Schutzdach und stimmen uns mit Bewohnern oder Hausverwaltung ab.

Brauche ich für den Gehweg eine Genehmigung?

Wenn das Gerüst auf öffentlichen Grund reicht, ja. Dann ist eine Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde nötig. Wir klären das frühzeitig im Rahmen der Planung.

Wo stellt Weigand Sanierungsgerüste?

Schwerpunkt ist Oberasbach mit allen Ortsteilen. Dazu kommen Fürth, Nürnberg, Erlangen, Zirndorf, Stein und Cadolzburg.

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