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Rahmengerüste und Fassadengerüste

Wann ein Schutzgerüst zur Pflicht wird

Nicht jede Höhe verlangt sofort ein Fanggerüst, doch die Grenzen sind klar gezogen. An Arbeitsplätzen und Verkehrswegen ab zwei Metern über sicherem Untergrund ist eine Absturzsicherung vorgeschrieben. Lässt sich dort aus arbeitstechnischen Gründen kein Seitenschutz anbringen, tritt das Fanggerüst an seine Stelle. Bei Dacharbeiten gilt das besonders: Liegt die Traufe mehr als drei Meter über dem Boden und ist das Dach geneigt, schreibt die Vorschrift ein Dachfanggerüst vor. Wer hier auf Sichtweise statt auf die Norm baut, riskiert nicht nur den Arbeitsschutz, sondern auch den Versicherungsschutz. Wir klären deshalb vor jeder Dach- oder Fassadensanierung in Fürth oder Zirndorf, welche Sicherung der jeweilige Bauablauf tatsächlich verlangt.

Die Arten von Schutzgerüsten und wann wir sie einsetzen

Schutzgerüste teilt die Norm nach ihrer Aufgabe ein. Manche fangen Personen auf, andere halten herabfallende Gegenstände zurück. Welche Variante passt, hängt von Dachneigung, Absturzhöhe und vom Umfeld der Baustelle ab.

Fanggerüste für Arbeiten an der Fassade und auf flachen Dächern

Ein Fanggerüst sichert gegen Absturz von annähernd waagerechten oder leicht geneigten Flächen bis etwa 22,5 Grad. Damit es eine stürzende Person sicher auffängt, darf seine Fanglage bei Systemgerüsten höchstens zwei Meter unterhalb der Absturzkante liegen. Der Belag muss mindestens 90 Zentimeter breit sein, und der Abstand zum Bauwerk bleibt auf höchstens 30 Zentimeter begrenzt. So entsteht eine Auffangebene, die im Ernstfall wirklich greift, statt nur formal vorhanden zu sein.

Dachfanggerüste für geneigte Dächer

Sobald ein Dach steiler wird, ändern sich die Regeln. Für Neigungen von rund 22,5 bis 60 Grad kommt das Dachfanggerüst zum Einsatz. Seine Fanglage darf nicht mehr als 1,50 Meter unter der Traufkante liegen und muss mindestens 60 Zentimeter breit sein. Der einfache Seitenschutz reicht hier nicht aus, er wird zu einer Schutzwand aus Netz oder Drahtgeflecht erweitert, die eine abrutschende Person zurückhält. Bei einer Dachsanierung an einem Steildach in Erlangen ist das die Konstruktion, die den Dachdecker und alle darunter schützt.

Schutzdächer über Gehwegen und Eingängen

Wo unter der Baustelle Menschen vorbeigehen, schützt ein Schutzdach vor herabfallendem Material. Es muss mindestens der Lastklasse zwei entsprechen, dicht verlegt sein und bis an das Bauwerk heranreichen. Gerade bei Fassadenarbeiten an belebten Straßen in Oberasbach oder am Hauseingang eines Mehrfamilienhauses verhindert es, dass Werkzeug oder Putzbrocken jemanden treffen.

Schutznetze, Schutzwände und ihre Befestigung

Der wirksame Teil eines Dachfanggerüstes ist oft die Schutzwand, und genau hier wird im Alltag am meisten falsch gemacht. Die Netze müssen eine Maschenweite von höchstens zehn Zentimetern haben und ein eingearbeitetes Prüfgarn besitzen, über das sich die Mindestbruchkraft mindestens einmal im Jahr nachweisen lässt. Ältere oder in den Abmessungen veränderte Netze sind damit tabu. Befestigt wird Masche für Masche mit einem Kopplungsseil oder mit zertifizierten Schnellverschlüssen in engem Abstand. Kabelbinder oder Bindedraht haben an einer Schutzwand nichts zu suchen, auch nicht als schnelle Notlösung. Die Schutzwand muss die Traufkante zudem so weit überragen, dass eine Person nicht darüber hinweggleiten kann. Diese Details entscheiden darüber, ob ein Netz im Ernstfall hält oder nur beruhigend aussieht.

Maße, Prüfung und Freigabe nach DIN 4420

Ein Schutzgerüst schützt erst, wenn es vollständig und geprüft ist. Wir führen den Belag in voller Breite um Bauwerksecken herum und lassen das Gerüst seitlich mindestens einen Meter über den zu schützenden Bereich hinausragen, damit an den Rändern keine Lücke entsteht. Verwendet werden geprüfte, zueinander passende Bauteile, und bei Abweichung von der Regelausführung weisen wir die Standsicherheit gesondert nach, wie es die Betriebssicherheitsverordnung und die TRBS 2121 verlangen. Vor der Nutzung prüft eine befähigte Person die Konstruktion und gibt sie frei. Erst dann darf jemand das Dach oder die Arbeitsebene darüber betreten. Diese Freigabe ist kein Papierkram, sondern der Moment, in dem aus einem Gerüst eine verlässliche Sicherung wird.

Baustelle absichern lassen

 

Sie planen eine Dachsanierung, Arbeiten an der Fassade oder ein Vorhaben über einem Gehweg und brauchen die passende Absturz- und Materialsicherung? Wir sehen uns die Situation vor Ort an, legen die richtige Schutzgerüstart fest und erstellen ein transparentes Angebot.

Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

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Häufige Fragen zu Schutz- und Fanggerüsten in Oberasbach

Was ist der Unterschied zwischen Fanggerüst und Dachfanggerüst?

Ein Fanggerüst sichert gegen Absturz von flachen oder leicht geneigten Flächen bis etwa 22,5 Grad und liegt höchstens zwei Meter unter der Kante. Ein Dachfanggerüst ist für steilere Dächer bis 60 Grad gedacht, liegt höchstens 1,50 Meter unter der Traufe und wird mit einer Schutzwand ergänzt.

Ab wann brauche ich bei Dacharbeiten ein Dachfanggerüst?

In der Regel, wenn die Traufe mehr als drei Meter über dem Boden liegt, das Dach geneigt ist und kein durchgehender Seitenschutz möglich ist. Den genauen Fall klären wir vorab am Objekt.

Wozu dient ein Schutzdach?

Ein Schutzdach hält herabfallende Gegenstände zurück und schützt Personen, die unter oder neben der Baustelle vorbeigehen. Es kommt vor allem über Gehwegen, Eingängen und an belebten Straßen zum Einsatz.

Muss ein Schutzgerüst geprüft werden?

Ja. Vor der Nutzung prüft eine befähigte Person die fertige Konstruktion und gibt sie frei. Schutznetze müssen zusätzlich mindestens einmal jährlich auf ihre Mindestbruchkraft geprüft sein.

Wo stellt Weigand Schutz- und Fanggerüste?

Schwerpunkt ist Oberasbach mit allen Ortsteilen. Dazu kommen Fürth, Erlangen, Zirndorf, Herzogenaurach, Stein und Nürnberg.

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