

Sockeldämmung und Perimeterdämmung
Sockeldämmung und Perimeterdämmung in Oberasbach
Eine Fassadendämmung, die einen halben Meter über dem Boden endet, ist keine ganze Dämmung. Genau am Übergang von der warmen Wand ins kalte Erdreich entsteht sonst eine Wärmebrücke, die sich im Winter als kalter Streifen über dem Fußboden bemerkbar macht, oft begleitet von Tauwasser und Schimmel an der Innenseite. Der Sockel und der erdberührte Bereich sind die unscheinbarsten Stellen der Fassade und zugleich die heikelsten. In Oberasbach führen wir die Dämmung deshalb sauber bis ins Erdreich weiter, mit Materialien, die Nässe, Frost und Druck aushalten.
Sockel und Perimeter: zwei Zonen, eine durchgehende Dämmung
Der Sockel in der Spritzwasserzone
Als Sockel gilt der spritzwasserbelastete Streifen der Fassade, der ab Geländeoberkante mindestens rund dreißig Zentimeter nach oben reicht. Hier verarbeiten wir gesondert zugelassene Sockel- und Perimeterplatten aus druckfestem Hartschaum, die Wasser abweisen und frostbeständig sind. Weil in diesem Bereich auch Fußbälle, Fahrräder und Rasenmäher ihre Spuren hinterlassen, armieren wir die Fläche in der Regel doppelt mit einem festeren Gewebe und schließen sie mit einem widerstandsfähigen Sockelputz oder einer Sockelbeschichtung ab.
Die Perimeterdämmung im Erdreich
Der erdberührte Teil der Außenwand wird als Perimeterdämmung ausgeführt. Die Platten müssen druckfest, verrottungssicher und dauerhaft wasserabweisend sein, denn sie liegen im Erdreich und nehmen die Erdlast auf. Sie verringern die Wärmebrücke zur Kellerwand, halten den Keller trockener und schützen zugleich die darunterliegende Abdichtung vor Beschädigung. Wird der Keller beheizt oder als Wohn- und Arbeitsraum genutzt, spart die Perimeterdämmung spürbar Energie. Den unteren Abschluss schneiden wir schräg an, damit beim Verfüllen der Baugrube keine Hohlräume zurückbleiben.
Der Übergang zur Fassade
Die heikelste Stelle ist der Anschluss zwischen Sockel und aufgehender Fassade. Hier setzen wir ein thermisch entkoppeltes Sockelabschlussprofil mit Tropfkante, das Wasser sauber von der Wand wegführt, und dichten den Stoß zusätzlich mit einem Fugenband ab. Ob der Sockel flächenbündig mit der Fassade abschließt oder bewusst etwas zurückspringt, hängt von den Dämmdicken und der Wasserführung ab. Wichtig ist, dass keine offene Fuge bleibt, durch die Feuchtigkeit in den Aufbau gelangt.
Erst die Abdichtung, dann die Dämmung
Eine Dämmung ersetzt keine Abdichtung, und das wird im Sockelbereich oft verwechselt. Bevor im erdberührten Bereich überhaupt eine Platte an die Wand kommt, muss die Bauwerksabdichtung stehen, ausgeführt nach den heute geltenden Regeln für erdberührte Bauteile. Im Spritzwasserbereich gehört dazu eine flexible mineralische Dichtschlämme, die etwa fünfzehn Zentimeter unter bis rund vierzig Zentimeter über Geländeoberkante geführt wird. Erst wenn diese Schicht trocken und dicht ist, bauen wir die Dämmung darauf auf, die die Abdichtung anschließend schützt. Genau an dieser Schnittstelle entstehen die meisten Sockelschäden, weil verschiedene Gewerke aneinander vorbeiarbeiten. Wir vermeiden das, indem dieselbe Mannschaft, die die Fassade dämmt, auch den Sockel macht und die Abläufe vorher abstimmt. Gerade in den tiefer gelegenen, feuchteren Lagen rund um den Asbachgrund und entlang der Rednitz zahlt sich diese Sorgfalt aus.
Normgerecht ausgeführt am empfindlichsten Punkt
Im Sockel- und Perimeterbereich greifen mehrere Regelwerke ineinander, von der Abdichtung erdberührter Bauteile über die Anwendungsbereiche des Wärmeschutzes bis zu den energetischen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes. Wir verarbeiten ausschließlich Platten, die für diese Zone zugelassen sind, und richten Plattenüberdeckung, Verdübelung über Geländeoberkante und die doppelte Armierung an den Vorgaben des Systems aus. Ein falsches Material oder eine fehlende Abdichtung zeigt sich hier nicht in Jahren, sondern oft schon im ersten nassen Winter, durch Frostabplatzungen am Sockel oder feuchte Wände im Keller. Deshalb behandeln wir genau diesen unscheinbaren Streifen mit besonderer Aufmerksamkeit.
Termin für Ihre Sockel- und Perimeterdämmung
Wenn Ihre Fassade gedämmt wird, sorgen wir dafür, dass die Dämmung am Boden nicht aufhört, sondern sauber bis ins Erdreich durchläuft. Für Häuser in Oberasbach ebenso wie in Zirndorf, Fürth, Stein, Langenzenn, Cadolzburg oder Erlangen.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zur Sockel- und Perimeterdämmung in Oberasbach
Warum muss der Sockel überhaupt mitgedämmt werden?
Weil sonst genau dort eine Wärmebrücke bleibt. Über den ungedämmten Sockel und die Kellerdecke entweicht Wärme, an der kalten Innenwand bildet sich Tauwasser, und es droht Schimmel. Eine durchgehende Dämmung hält den Dämmwert über die ganze Fassade gleich.
Welche Platten kommen in den Sockel und ins Erdreich?
Keine normalen Fassadenplatten, sondern speziell zugelassene Sockel- und Perimeterplatten aus druckfestem Hartschaum. Sie sind wasserabweisend, frostbeständig und im Erdreich verrottungssicher, weil sie dauerhaft Feuchte und Druck standhalten müssen.
Brauche ich zusätzlich zur Dämmung eine Abdichtung?
Ja. Die Dämmung ersetzt die Abdichtung nicht. Im erdberührten und im Spritzwasserbereich muss zuerst fachgerecht abgedichtet werden, danach wird die Dämmung aufgebracht, die diese Abdichtung schützt.
Lohnt sich die Perimeterdämmung auch ohne beheizten Keller?
Auch dann verringert sie die Wärmebrücke zum Erdgeschoss, hält die Kellerwände trockener und schützt die Abdichtung. Wird der Keller geheizt oder bewohnt, kommt die Energieersparnis als deutliches Argument dazu.
