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Außenputz und Fassade verputzen: Kosten, Aufbau und Möglichkeiten

Der Putzaufbau an der Fassade besteht aus mehreren Lagen mit klarer Aufgabe


Ein Fassadenputz ist kein einzelner Auftrag, sondern ein System. Auf saugende oder ungleichmäßige Untergründe kommt zuerst ein Vorspritzer, der die Haftung herstellt. Darüber liegt der Unterputz, der Unebenheiten ausgleicht und die Fläche trägt, bei rissgefährdeten Wänden mit eingebettetem Armierungsgewebe. Erst darauf folgt der Oberputz, der Struktur, Farbe und Wetterschutz übernimmt. Wer eine Lage weglässt, spart einen Tag und riskiert, dass sich die Fläche innerhalb weniger Jahre in Feldern ablöst.

Mineralisch, Silikat oder Silikonharz: was auf welche Wand gehört


Mineralische Putze auf Kalk- oder Kalkzementbasis bleiben diffusionsoffen und passen zu älterem Mauerwerk, das Feuchte nach außen abgeben muss. Silikonharzputze weisen Schlagregen besser ab und bleiben an bewitterten West- und Südwestseiten länger sauber. Silikatputze liegen dazwischen und verkieseln mit mineralischem Untergrund. Wir entscheiden nach Bestand und Ausrichtung, nicht nach Katalog. Auf einem Altbau mit Kalkputz einen dichten Kunstharzputz aufzuziehen, ist der sicherste Weg zu Abplatzungen im nächsten Frostwinter.


Struktur und Körnung bestimmen, wie die Fassade später wirkt


Ein Reibeputz mit drei Millimetern Korn ergibt die vertraute gerichtete Rille und verzeiht kleine Unebenheiten. Kratzputz wirkt deutlich ruhiger und feiner, verlangt aber einen exakt ebenen Untergrund und mehr Zeit an jeder Kante. Ein Filzputz kommt fast glatt daher und zeigt im Streiflicht jede Welle. Grobe Körnungen sind unempfindlicher gegen Verschmutzung, feine wirken hochwertiger. Wir legen Muster an der Wand an, weil dieselbe Körnung an einer Südfassade völlig anders aussieht als im Musterkoffer.


Sockel, Fensteranschlüsse und Traufe entscheiden über die Haltbarkeit


Die untersten Zentimeter bekommen Spritzwasser vom Gehweg und im Winter Streusalz ab, deshalb wechseln wir dort auf einen widerstandsfähigen Sockelputz und ziehen ihn ausreichend hoch über das Gelände. An Fenstern setzen wir Anputzleisten, damit zwischen Rahmen und Putz eine definierte Fuge entsteht statt eines Risses. Fensterbänke brauchen genug Überstand und eine funktionierende Abtropfkante. An der Traufe achten wir darauf, dass Wasser vom Dachrand nicht auf die frische Fläche läuft.


Was eine verputzte Fassade in der Region kostet


Für den kompletten Neuaufbau mit Abschlagen des Altputzes, Entsorgung, Vorspritzer, Unterputz, Armierung und Oberputz kalkulieren wir üblicherweise 55 bis 95 Euro pro Quadratmeter. Trägt der Altputz noch weitgehend, reicht oft eine abschnittsweise Reparatur mit durchgehendem Oberputz, und wir landen bei 30 bis 50 Euro. Das Gerüst rechnen wir getrennt ab, meist 8 bis 14 Euro pro Quadratmeter für vier Wochen Standzeit. Bei engen Zufahrten in der Fürther Innenstadt kommt eine Genehmigung dazu.

Jetzt Außenputz mit Weigand Bau planen


Wir prüfen Ihre Fassade in Oberasbach, Nürnberg, Fürth und der Umgebung direkt vor Ort und zeigen, welche Möglichkeiten für Ihr Gebäude sinnvoll sind. Wir beraten zu mineralischem Putz, Silikatputz, Silikonharzputz, Strukturputz, glatten Flächen oder gestalteten Fassadenbereichen. Danach erstellen wir ein nachvollziehbares Angebot, stellen bei Bedarf das Gerüst und sorgen für eine fachgerechte Ausführung vom Untergrund bis zur fertigen Beschichtung.


Kontakt

Ob Ihre Fassade eine Reparatur oder einen kompletten Neuaufbau braucht, klärt sich beim Abklopfen und nicht am Telefon. Wir gehen die Flächen ab, halten fest, wie viel Putz noch trägt, sehen uns Sockel, Anschlüsse und Traufe an und schlagen Ihnen den Aufbau vor, der zu Ihrem Mauerwerk passt. Das Gerüst stellen wir selbst.


Telefon: 0911 65658278

E-Mail: info@weigand-bau.com

FAQ


Kann alter Putz einfach überputzt werden?

Nur wenn er tragfähig ist, und das prüfen wir durch Abklopfen und eine Haftzugprobe. Sitzt der Altputz fest und sandet nicht, lässt sich ein neuer Oberputz nach Vorbehandlung darüberziehen. Klingt die Fläche hohl oder lässt sich der Untergrund mit dem Finger abreiben, wird jede neue Lage die alte mit nach unten ziehen. Dann muss der betroffene Bereich runter, auch wenn er von außen unauffällig wirkt.


Warum bekommt meine Nordfassade nach wenigen Jahren grüne Flecken?

Weil sie länger feucht bleibt. Nordseiten und beschattete Flächen unter Bäumen trocknen nach Tau und Regen deutlich langsamer ab, und auf dieser Feuchte siedeln Algen. Das ist ein optisches, kein bauliches Problem. Konstruktiv hilft ein ausreichender Dachüberstand, materialseitig ein Oberputz, der Wasser schnell wieder abgibt. Ein Anstrich mit filmschützender Ausrüstung verzögert die Neubesiedlung, verhindert sie über die Jahre aber nicht vollständig.


Muss die Fassade nach dem Verputzen zusätzlich gestrichen werden?

Nicht zwingend. Durchgefärbte Oberputze bringen den Farbton bereits mit und funktionieren ohne weiteren Anstrich, was den Vorteil hat, dass kleine Beschädigungen nicht in einer anderen Farbe durchscheinen. Ein zusätzlicher Anstrich vereinheitlicht die Fläche, wenn stellenweise ausgebessert wurde, und schützt zusätzlich. Bei einem reinen Neuaufbau in einem Zug empfehlen wir ihn nicht immer, bei Sanierungen mit Flickstellen dagegen fast immer.

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