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Fassadensanierung durch den Stuckateur: Kosten, Putz und Gestaltung

Erst das Schadbild abklopfen, dann über den Umfang entscheiden


Wir gehen die Fassade mit dem Hammer ab, bevor wir irgendetwas planen. Klingt der Putz hohl, hat er den Verbund zum Untergrund verloren und muss weg, auch wenn die Oberfläche noch ordentlich aussieht. Wir halten fest, wie viel Prozent der Fläche betroffen sind und wo die Schwerpunkte liegen, meistens unter Fensterbänken, an der Wetterseite und über dem Sockel. Aus diesem Bild ergibt sich, ob Ausbessern reicht oder ob eine Seite komplett heruntergenommen werden muss.

Risse einordnen, statt sie nur zu überstreichen


Nicht jeder Riss bedeutet dasselbe. Feine Netzrisse im Oberputz sind Schwindrisse und lassen sich mit einem Armierungsgewebe und neuem Oberputz dauerhaft schließen. Ein einzelner Riss, der diagonal über die Fassade läuft, an Ecken ansetzt und sich durch Fensterlaibungen zieht, kommt aus dem Untergrund und bewegt sich weiter. Den überstreichen wir nicht, sondern beobachten ihn und klären die Ursache, bevor wir Putz darüber legen. Sonst steht derselbe Riss im übernächsten Jahr wieder da.


Sockel und Spritzwasserzone, wo die Fassade zuerst aufgibt


Die untersten dreißig bis fünfzig Zentimeter bekommen von allen Flächen am meisten ab. Spritzwasser vom Gehweg, Streusalz im Winter und Feuchte aus dem Erdreich treffen hier zusammen. Wir setzen in dieser Zone einen widerstandsfähigen Sockelputz ein, ziehen ihn ausreichend hoch über das Gelände und arbeiten den Übergang zur Fassadenfläche sauber aus. Wo Beete direkt an der Wand liegen, wie an vielen Häusern in Oberasbach und Zirndorf, empfehlen wir zusätzlich einen Kiesstreifen als Spritzschutz.

Putzaufbau, der zum Bestand passt und nicht zum Prospekt


Ein Altbau mit Kalkputz verträgt keinen dichten Kunstharzputz obendrauf. Feuchte, die aus der Wand nach außen will, staut sich unter dem Film, und im Frost drückt sie den Putz von der Fläche. Auf solchen Fassaden bleiben wir mineralisch, mit Kalk oder Kalkzement und einem diffusionsoffenen Anstrich. Bei jüngeren Häusern mit Zementputz oder Dämmsystem sieht das anders aus, dort spielen Silikonharzputze ihre Stärke bei Schlagregen aus. Wir entscheiden das nach Bestand, nicht nach Gewohnheit.


Stuckprofile erhalten, ergänzen oder neu ziehen


Ist ein Gesims nur an einzelnen Stellen ausgebrochen, formen wir das vorhandene Profil ab, fertigen daraus eine Schablone und ziehen die Fehlstücke direkt an der Wand nach. Der Übergang bleibt dabei unsichtbar, weil dasselbe Profil weiterläuft. Fehlt das Profil auf ganzer Länge, orientieren wir uns an Nachbargebäuden derselben Bauzeit, wie sie in der Fürther Südstadt fast durchgängig erhalten sind. Bei jeder Ausformung geben wir der Oberseite Gefälle mit, damit Wasser abläuft statt einzuziehen.

Jetzt Fassadensanierung mit Weigand Bau planen


Wir prüfen Ihre Fassade in Oberasbach, Nürnberg, Fürth und der Umgebung direkt vor Ort und zeigen Ihnen, welche Sanierung fachlich sinnvoll ist. Wir besprechen Putzschäden, Stuckdetails, Gestaltungsmöglichkeiten, Gerüstbedarf, Kostenfaktoren und den passenden Ablauf verständlich. Danach planen wir die Ausführung sauber, stimmen Termine zuverlässig ab und sorgen für eine fachgerechte Umsetzung vom Untergrund bis zur fertigen Oberfläche.


Kontakt

Eine Fassade lässt sich am Telefon nicht beurteilen, dafür entscheidet der Zustand des Untergrunds zu viel. Wir kommen vorbei, klopfen die Flächen ab, sehen uns Risse, Sockel und Profile an und sagen Ihnen offen, was wirklich gemacht werden muss und was Sie sich sparen können. Danach bekommen Sie ein Angebot, das die einzelnen Arbeitsschritte nachvollziehbar auflistet.


Telefon: 0911 65658278

E-Mail: info@weigand-bau.com

FAQ


Woran erkenne ich selbst, dass der Altputz nicht mehr trägt?

Klopfen Sie die Fläche mit dem Fingerknöchel oder einem Holzgriff ab. Klingt es dumpf und voll, sitzt der Putz. Klingt es hohl und leicht, hat er sich vom Untergrund gelöst, auch wenn die Oberfläche unbeschädigt wirkt. Zweites Anzeichen sind Abplatzungen, unter denen der alte Untergrund sandet, wenn man mit dem Finger darüber fährt. Beides bedeutet nicht automatisch, dass die ganze Fassade herunter muss, aber die betroffenen Bereiche müssen geöffnet werden.


Muss die komplette Fassade saniert werden, wenn nur eine Seite Schäden zeigt?

Nein, technisch reicht die geschädigte Seite. Optisch ist das aber selten befriedigend, weil eine frisch verputzte und gestrichene Wetterseite neben drei verwitterten Flächen deutlich absticht. Ein gangbarer Weg ist, die geschädigte Seite komplett zu sanieren und die übrigen Flächen im selben Zug nur zu reinigen und neu zu streichen. Das kostet einen Bruchteil des Neuaufbaus und bringt das Haus wieder auf einen einheitlichen Stand.


Wie lange hält eine sanierte Putzfassade, bevor wieder etwas ansteht?

Bei tragfähigem Untergrund, passendem Putzsystem und funktionierenden Wasserwegen hält der Aufbau mehrere Jahrzehnte. Was vorher fällig wird, ist der Anstrich, je nach Ausrichtung und Belastung nach etwa zwölf bis zwanzig Jahren. Nordseiten mit wenig Sonne vergrünen früher, Südseiten kreiden schneller aus. Wer die Fassade alle paar Jahre kurz anschaut, vor allem Sockel, Fensteranschlüsse und Gesimsoberseiten, erkennt beginnende Schäden lange bevor sie in die Fläche gehen.

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