

Innenputz und Wände verputzen: Kosten, Putzarten und Ausführung
Was wir am Untergrund prüfen, bevor der erste Putz an die Wand kommt
Wir schauen zuerst, worauf wir überhaupt putzen. Saugendes Ziegelmauerwerk, glatter Beton und Porenbeton verhalten sich völlig unterschiedlich, und jedes davon braucht eine andere Vorbehandlung. Stark saugende Flächen grundieren wir, damit der Putz nicht zu schnell Wasser verliert und mürbe wird. Glatten Beton behandeln wir mit einem Haftvermittler, damit der Putz überhaupt Halt findet. Alte Anstriche, Kleberreste und lose Stellen kommen vorher runter, sonst löst sich später die ganze Lage mit ab.
Gipsputz im Wohnraum: eine Lage, glatte Oberfläche, kurze Bauzeit
In Wohn- und Schlafräumen verarbeiten wir überwiegend Gipsputz, weil er sich in einer Lage auftragen und direkt zur fertigen Oberfläche abziehen lässt. Er zieht schnell an, bleibt maßhaltig und ergibt eine geschlossene Fläche, die sich streichen oder tapezieren lässt, ohne dass eine zusätzliche Spachtellage nötig wird. Gips reguliert außerdem die Raumfeuchte spürbar. In Bädern mit häufiger Durchnässung und in Kellerräumen hat er dagegen nichts verloren, dort wechseln wir das Material.
Kalk und Kalkzement, wo Feuchte im Spiel ist
Im Bad hinter der Fliesenebene, in Kellern und in Altbauwänden mit erhöhter Feuchtebelastung arbeiten wir mit Kalkzementputz. Er verträgt Nässe, bleibt fest und bildet einen tragfähigen Untergrund für Abdichtung und Fliesen. In Nürnberger und Fürther Altbauten setzen wir häufig reinen Kalkputz ein, weil er diffusionsoffen bleibt, gut mit historischem Mauerwerk zusammenarbeitet und durch seinen hohen pH-Wert Schimmel entgegenwirkt. Er braucht dafür längere Standzeiten, die wir im Bauzeitenplan von vornherein berücksichtigen.
Q1 bis Q4: welche Oberflächengüte Ihre Wand wirklich braucht
Die Qualitätsstufen beschreiben, wie glatt die fertige Fläche ist. Q1 reicht für Räume ohne Anspruch an die Optik, Q2 ist der übliche Standard für Raufaser und strukturierte Anstriche. Q3 verlangt eine zusätzliche Spachtellage über die gesamte Fläche und wird bei glatten Anstrichen und feinen Tapeten fällig. Q4 ist die durchgehend gespachtelte Oberfläche für Glanzlacke und Streiflicht. Jede Stufe kostet Material und Arbeitszeit, deshalb legen wir sie vorher fest statt hinterher.
Kanten, Anschlüsse und Leitungsschlitze sauber ausbilden
Die Fläche gelingt fast immer, entschieden wird an den Rändern. Außenecken bekommen Eckschutzprofile, damit sie später nicht ausbrechen, Fensterlaibungen ziehen wir mit Anputzleisten an den Rahmen an, sodass eine definierte Fuge entsteht statt eines Risses. Frisch geschlitzte Leitungen füllen wir vor dem Putzen mit Mörtel und legen ein Gewebe darüber, weil sich diese Bahnen sonst innerhalb weniger Monate abzeichnen. Auch der Anschluss an Decke und Estrich braucht eine saubere Trennung.
Jetzt Innenputz mit Weigand Bau planen
Wir prüfen Ihre Innenräume in Oberasbach, Nürnberg, Fürth und der Umgebung direkt vor Ort und erklären, welche Ausführung für Ihre Wände sinnvoll ist. Wir klären notwendige Vorarbeiten, Putzaufbau, Oberflächenqualität, Trocknungszeiten und spätere Beschichtung. Danach planen wir den Ablauf sauber, schützen angrenzende Bereiche und sorgen für eine fachgerechte Ausführung, damit Ihre Wände die richtige Grundlage für Anstrich, Tapete oder weitere Gestaltung erhalten.
Kontakt
Ob bei Ihnen Gips, Kalk oder Kalkzement an die Wand gehört, hängt vom Untergrund und von der Nutzung des Raums ab, und die Oberflächengüte sollte vor dem Angebot geklärt sein, nicht danach. Wir sehen uns die Räume an, prüfen den Untergrund, besprechen die gewünschte Oberfläche und rechnen die Flächen sauber auf.
Telefon: 0911 65658278
E-Mail: info@weigand-bau.com

FAQ
Wie lange muss frischer Innenputz trocknen, bevor gestrichen werden kann?
Als grober Anhalt gilt ein Tag pro Millimeter Putzdicke, bei zehn Millimetern also etwa anderthalb bis zwei Wochen unter normalen Bedingungen. Kalkputze brauchen länger, weil sie nicht nur trocknen, sondern abbinden. Entscheidend ist gute Querlüftung, nicht Heizen mit geschlossenen Fenstern, weil die Feuchte sonst im Raum bleibt. Wer zu früh mit einem dichten Anstrich zumacht, schließt Restfeuchte ein und bekommt Flecken oder Ablösungen.
Wir haben Risse im vorhandenen Putz. Muss alles herunter?
Meist nicht. Wir klopfen die Wand ab und unterscheiden zwischen oberflächlichen Schwindrissen, die sich überspachteln und mit Gewebe stabilisieren lassen, und hohlliegenden Bereichen, die keinen Verbund mehr haben und weg müssen. Risse, die sich über Bauteilgrenzen ziehen, etwa zwischen Mauerwerk und Betonstütze, kommen aus Bewegung. Dort legen wir ein Gewebe über den Bereich oder bilden bewusst eine Trennung aus, statt sie starr zu überputzen.
Lohnt sich Putz noch, wenn ich ohnehin Trockenbauplatten anbringen könnte?
Das hängt vom Ziel ab. Trockenbau geht schneller, bleibt trocken und ist bei sehr unebenen Wänden oder abgehängten Decken oft die vernünftigere Lösung. Putz bringt dafür Masse mit, wirkt besser gegen Schall, reguliert die Raumfeuchte und hinterlässt eine fugenlose, massive Wand, an der Sie ohne Sonderbefestigung Lasten anbringen können. In Altbauten mit unregelmäßigem Mauerwerk kombinieren wir beides je nach Raum.
