

Sanierung historischer Fassaden
Eine alte Fassade will erhalten, nicht überschrieben werden
Die Gründerzeitzeilen in Fürth und die Altbauten in der Nürnberger Innenstadt leben von ihren Fassaden, von den Gesimsen, Faschen und Ornamenten, die man heute so nicht mehr baut. Wenn eine solche Fassade Schäden zeigt, geht es nicht darum, sie einfach zu überstreichen, sondern darum, ihren Charakter zu erhalten und sie zugleich dauerhaft zu schützen. Genau das ist der Unterschied zwischen einem schnellen Anstrich und einer Sanierung, die das Gebäude versteht.
Eine historische Fassade ist ein Zusammenspiel aus Putz, Stuck und Anstrich, und diese Schichten müssen zueinander passen. Wir behandeln sie deshalb als Ganzes und nicht als drei getrennte Baustellen, ob an einem Wohnhaus in Oberasbach oder an einem repräsentativen Altbau in Zirndorf.
Vom Befund bis zum fertigen Anstrich
Befund und Ursachen klären
Am Anfang steht die Frage, warum die Fassade Schaden genommen hat. Wir nehmen den Bestand auf, prüfen Putz und Stuck auf Hohlstellen und Risse und suchen die Ursache, oft Feuchtigkeit, bauschädliche Salze oder rostende Eisenteile, die den Putz von innen absprengen. Erst wenn klar ist, woher der Schaden kommt, planen wir die Sanierung, denn eine schöne Oberfläche über einer ungelösten Ursache hält nicht lange.
Reinigen, Risse und Putz instand setzen
Danach reinigen wir die Fassade schonend, ohne die alte Oberfläche zu verlieren, und setzen Risse und schadhaften Putz materialgerecht instand. An historischen Fassaden arbeiten wir dabei meist auf Kalkbasis, weil ein Putz zum alten Mauerwerk passen muss und nicht härter sein darf als der Bestand. Wo eine Wand feucht und salzbelastet ist, kommt ein Sanierputz infrage, allerdings nur zusammen mit einer funktionierenden Abdichtung, denn den Salznachschub von unten stellt der Putz allein nicht ab.
Stuck ergänzen und die Fassade schützen
Beschädigte Ornamente, Gesimse und Profile ergänzen oder bilden wir nach Vorlage nach, sodass die Gliederung erhalten bleibt. Zum Schluss bekommt die Fassade eine Beschichtung, die schützt und das Gesamtbild schließt, abgestimmt auf den Untergrund und die Optik des Hauses. Am Ende soll die Fassade nicht neu aussehen, sondern wieder stimmig und dauerhaft geschützt.
Warum eine historische Fassade atmen muss
Der häufigste Fehler an alten Fassaden ist, sie mit modernen, dichten Materialien einzupacken. Ein harter Zementputz oder eine dichte Kunststofffarbe sieht zunächst sauber aus, schließt aber die Feuchtigkeit im Mauerwerk ein. Die alte Wand kann nicht mehr austrocknen, Salze wandern an die Oberfläche, der Putz sandet, und nach wenigen Jahren blättert die schöne neue Schicht wieder ab.
Deshalb arbeiten wir an historischen Fassaden mit diffusionsoffenen, mineralischen Aufbauten, die Feuchtigkeit durchlassen, statt sie zu stauen. Kalkputze und mineralische Farben wie Kalk- oder Silikatfarben lassen die Wand atmen und haben sich über Jahrzehnte bewährt. Wichtig ist auch, dass Ergänzung und Bestand im Material zusammenpassen und ein neuer Putz nicht härter ist als die alte Wand, sonst reißt er sie mit der Zeit auf. Auch eine Dämmung ist an einer gegliederten Stuckfassade nicht einfach draufzusetzen, denn ein gewöhnliches Wärmedämmverbundsystem würde Gesimse und Ornamente verschlucken. Wo eine Dämmung sinnvoll ist, prüfen wir Lösungen, die die Fassadengliederung erhalten, und sagen offen, wo die Grenzen liegen.
Putz, Stuck, Anstrich und Gerüst aus einer Hand
Der große Vorteil bei einer historischen Fassade ist, wenn alles aus einer Hand kommt. Wir stellen das Gerüst mit unserer eigenen Kolonne, setzen den Putz instand, ergänzen den Stuck und führen den Anstrich aus, alles aufeinander abgestimmt und mit einem Ansprechpartner. Sie müssen nicht zwischen Gerüstbauer, Stuckateur und Maler vermitteln und hoffen, dass die Übergänge passen, sondern haben eine Firma, die für das Gesamtbild verantwortlich ist. Das hält auch die Baustelle kurz, weil die Arbeiten in der richtigen Reihenfolge ineinandergreifen und das Gerüst nur einmal steht, statt für jedes Gewerk neu.
Steht das Gebäude unter Denkmalschutz, stimmen wir die Maßnahme vorab mit der zuständigen Denkmalbehörde ab und richten die Ausführung danach aus. Verlangt die Behörde eine restauratorische Voruntersuchung oder besondere Materialien, binden wir das in die Planung ein. So entsteht am Ende ein harmonisches Gesamtbild, das zum Haus passt und lange hält.
Historische Fassade in Oberasbach und Umgebung sanieren lassen
Sie möchten eine Stuckfassade oder einen Altbau erhalten und dauerhaft schützen lassen, in Oberasbach, Zirndorf, Stein, Fürth, Nürnberg, Cadolzburg oder Langenzenn? Weigand Bau ist als Meisterbetrieb seit 2009 Ihr Ansprechpartner. Wir sehen uns die Fassade vor Ort an, klären die Ursachen der Schäden und erstellen ein nachvollziehbares Angebot für die gesamte Sanierung.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com
Häufige Fragen zur Sanierung historischer Fassaden
Kann man eine alte Fassade einfach neu streichen?
Selten reicht das. Zeigt die Fassade nur Witterungsspuren und wurde sie immer mineralisch gepflegt, genügen oft Reinigung und ein neuer Schutzanstrich. Sitzen die Schäden tiefer, müssen Ursache, Putz und Stuck zuerst behandelt werden, sonst kehrt das Problem zurück.
Warum kein normaler Zementputz oder keine dichte Fassadenfarbe?
Weil alte Wände Feuchtigkeit abgeben müssen. Harte Zementputze und dichte Kunststofffarben sperren sie ein, sodass der Putz auf Dauer absandet und abblättert. Diffusionsoffene, mineralische Aufbauten lassen die Wand atmen und halten deutlich länger.
Lässt sich eine denkmalgeschützte Fassade dämmen?
Nicht immer und nicht mit jedem System. Ein gewöhnliches Wärmedämmverbundsystem verdeckt Gesimse und Ornamente. Wir prüfen im Einzelfall, ob eine Dämmung möglich ist, die die Gliederung erhält, und stimmen das mit der Denkmalbehörde ab.
Wer koordiniert die verschiedenen Arbeiten?
Wir. Putz, Stuck, Anstrich und Gerüst kommen bei uns aus einer Hand, sodass Sie einen Ansprechpartner haben und die Gewerke sauber ineinandergreifen. Das erspart Abstimmungsaufwand und vermeidet Lücken zwischen den Firmen.
