

Systemgerüste und Modulgerüste
Warum die Wahl des Systems über den ganzen Bauablauf entscheidet
Ein Rahmengerüst und ein Modulgerüst lösen dieselbe Aufgabe auf zwei Wegen. Beim Rahmengerüst geben fest verschweißte Vertikalrahmen die Geometrie vor, das macht den Aufbau schnell und berechenbar. Beim Modulgerüst sitzen an den Stielen in festen Abständen Anschlussknoten, an die sich Riegel und Diagonalen in alle Richtungen anstecken lassen. Diese eine konstruktive Eigenschaft verändert alles: Standzeit, Materialmenge, Anpassbarkeit an Erker und Rundungen, sogar die Logistik beim Anliefern. Wer hier falsch plant, baut entweder zu starr für eine schwierige Fassade oder zu aufwendig für eine gerade Wand. Beides kostet Zeit und Geld.
Rahmen oder Knoten: so wählen wir das passende System
Die richtige Entscheidung fällt nicht im Lager, sondern vor dem Gebäude. Wir sehen uns Höhe, Grundriss, Vorsprünge und die geplanten Gewerke an und legen danach das System fest.
Rahmengerüste für gerade Fassaden im Wohnbau
Für ein Einfamilienhaus mit klarer, rechteckiger Fassade oder für einen geradlinigen Mehrfamilienbau ist das Rahmengerüst fast immer die wirtschaftlichste Wahl. Es besteht aus wenigen, immer gleichen Bauteilen, lässt sich nach einer festen Logik schnell stellen und bietet stabile, breite Arbeitsflächen für Maler-, Putz- und Dämmarbeiten. Bei einem typischen Fassadenanstrich in Zirndorf oder Herzogenaurach steht das Gerüst dadurch oft schon am ersten Tag einsatzbereit.
Modulgerüste für Erker, Rundungen und schwere Lasten
Sobald ein Bauwerk aus der Reihe tanzt, spielt das Modulgerüst seine Stärke aus. An jedem Knoten lassen sich mehrere Riegel in unterschiedliche Richtungen anschließen, sodass sich die Konstruktion an Erker, Balkone, Treppenvorbauten, schräge Wände und gebogene Flächen anpasst. Auch wenn höhere Lasten getragen werden müssen oder ein Raumgerüst im Inneren eines Gebäudes nötig ist, führt am Modulsystem kaum ein Weg vorbei. Bei einer denkmalnahen Altbaufassade in Fürth mit vielen Vor- und Rücksprüngen planen wir deshalb von Anfang an modular.
Wenn beide Systeme an einem Objekt zusammenkommen
In der Praxis ist die Grenze nicht immer scharf. An vielen Gebäuden steht über weite Strecken ein Rahmengerüst, während wir an einem Eingangsvorbau oder über einem Wintergarten modular ergänzen. Diese Kombination ist kein Kompromiss, sondern die Lösung, die zum Baukörper passt. Weil wir den Gerüstbau selbst ausführen, entscheiden wir solche Details ohne Umweg über einen zweiten Betrieb.
Von der Begehung vor Ort bis zum Abbau
Am Anfang steht der Termin am Gebäude, nicht der Katalog. Wir nehmen Maße, Höhen und Besonderheiten der Fassade auf und klären, welche Gewerke später auf dem Gerüst arbeiten. Daraus ergeben sich System, Lastklasse, Belagbreite und Verankerung. Anschließend planen wir die Konstruktion und liefern das Material termingerecht an. Die Montage übernimmt unser eigenes Team nach der Aufbau- und Verwendungsanleitung des jeweiligen Systems. Ist das Gerüst fertig, prüfen wir es, geben es frei und kennzeichnen es. Während der Standzeit bleibt es in unserer Verantwortung, und auch der Abbau läuft über uns, sauber und ohne Spuren auf dem Grundstück. Für den Bauherrn bedeutet das einen Ansprechpartner von der ersten Begehung bis zum letzten abtransportierten Riegel.
Geprüfte Bauteile und klare Regeln
Systemgerüste leben davon, dass alle Abmessungen stimmen. Die DIN 4420 für Arbeits- und Schutzgerüste schreibt genau das vor, und bei Rahmen- wie Modulgerüsten müssen die vorgefertigten Maße und Knotenabstände eingehalten werden. Wir verbauen ausschließlich geprüfte, zueinander passende Bauteile eines Systems und mischen nicht beliebig. Verankerung, Wind- und Verkehrslasten werden auf das Objekt abgestimmt, und weicht eine Konstruktion von der Regelausführung ab, weisen wir die Standsicherheit gesondert nach, wie es die Betriebssicherheitsverordnung verlangt. Die Freigabe erfolgt durch eine befähigte Person. So ist das Gerüst nicht nur stabil, sondern auch nachvollziehbar dokumentiert.
Passendes Gerüstsystem anfragen
Sie planen eine Sanierung, einen Anstrich, eine Dämmung oder ein Bauvorhaben mit anspruchsvoller Geometrie und sind unsicher, welches Gerüst dazu passt? Wir sehen uns das Objekt an, empfehlen das richtige System und erstellen ein transparentes Angebot.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zu System- und Modulgerüsten in Oberasbach
Ist ein Modulgerüst dasselbe wie ein Systemgerüst?
Nicht ganz. Systemgerüst ist der Oberbegriff für Gerüste aus vorgefertigten Bauteilen. Dazu gehören sowohl Rahmengerüste als auch Modulgerüste. Das Modulgerüst ist also eine Bauart innerhalb der Systemgerüste, kein eigenständiges Gegenstück.
Welches System ist günstiger?
Bei geraden, einfachen Fassaden ist das Rahmengerüst meist wirtschaftlicher, weil es schneller steht und weniger Bauteile braucht. Bei komplexen Gebäuden kann ein Modulgerüst unterm Strich günstiger sein, weil es ohne aufwendige Sonderlösungen auskommt.
Eignet sich ein Modulgerüst auch für Innenräume?
Ja. Raumgerüste im Inneren von Hallen, Treppenhäusern oder hohen Räumen werden bevorzugt aus Modulbauteilen errichtet, weil sie sich an schwierige Raumgeometrien anpassen lassen.
Baut Weigand das Gerüst selbst auf?
Ja. Planung, Anlieferung, Montage, Prüfung und Abbau übernimmt unser eigenes Team. Dadurch greifen Gerüstbau und die folgenden Fassadenarbeiten ohne Schnittstelle ineinander.
In welchen Orten ist Weigand mit System- und Modulgerüsten im Einsatz?
Schwerpunkt ist Oberasbach mit allen Ortsteilen. Dazu kommen Zirndorf, Stein, Fürth, Nürnberg, Erlangen, Herzogenaurach und Cadolzburg.
