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Image by Tolu Olubode

Traggerüste und Lastgerüste

Ein Traggerüst trägt das Bauwerk, nicht den Handwerker

 

Bei einem Arbeitsgerüst geht es um Zugang und eine sichere Standfläche. Bei einem Traggerüst geht es um Lastabtragung. Es stützt einen Teil eines Bauwerks, bis dieser sich selbst trägt, oder es fängt Lasten ab, die beim Umbauen, Instandsetzen oder Entfernen von Bauteilen entstehen. Weil dabei tonnenschwere Kräfte über das Gerüst laufen, steht die Statik im Mittelpunkt, nicht die Arbeitsbreite. Ein Fehler in der Lastabtragung wirkt sich nicht auf den Komfort aus, sondern auf die Tragfähigkeit, und das duldet keine Schätzung.

Was Trag- und Lastgerüste leisten

Schalung tragen, bis der Beton steht

Beim Betonieren muss die Schalung samt frischem Beton so lange gehalten werden, bis das Bauteil selbst tragfähig ist. Genau das übernimmt das Traggerüst. Schalungsträger, Querverstrebungen und höhenverstellbare Stützen bilden eine Unterkonstruktion, die das volle Gewicht des Frischbetons aufnimmt. Erst wenn der Beton ausreichend erhärtet ist, wird die Konstruktion kontrolliert gelöst und ausgeschalt.

Lasten abfangen bei Umbau und Sanierung

Im Bestand entstehen Bauzustände, in denen ein Bauteil kurzzeitig nicht selbst tragen kann. Soll ein Pfeiler ausgetauscht, eine Decke geöffnet oder ein Betonbauteil instandgesetzt werden, fängt ein Lastgerüst die darüberliegende Last ab, bis das Bauwerk wieder steht. Auch schwere Anlagen oder Maschinen lassen sich so während einer Wartung oder eines Umbaus vorübergehend unterstützen.

Die Last sicher in den Boden bringen

Eine Stütze ist nur so gut wie das, worauf sie steht. Wir prüfen, ob der Untergrund die konzentrierten Lasten aufnimmt, und verteilen sie über entsprechende Auflager. Reicht der vorhandene Boden oder eine darunterliegende Decke nicht aus, planen wir eine Hilfsgründung, etwa über zusätzliche Stützen in den Geschossen darunter, sodass die Last bis auf den tragfähigen Grund durchläuft.

Bemessung nach Bemessungsklasse

Traggerüste folgen einer eigenen Norm. Sie werden nach der DIN EN 12812 bemessen, die zwischen einer einfachen Bemessungsklasse für kleine Spannweiten und geringe Höhen und den anspruchsvolleren Klassen für alles darüber unterscheidet. Sobald die Konstruktion die einfachen Grenzen überschreitet, ist eine vollständige Bemessung auf Grundlage der Eurocodes nötig. Dabei werden mehrere Lastfälle betrachtet, vom unbelasteten Gerüst vor dem Betonieren bis zum Zustand unter voller Last, dazu Eigengewicht, die Last der unterstützten Konstruktion, horizontale Kräfte aus dem Arbeitsbetrieb und Wind. Für jedes Traggerüst wird ein projektbezogener statischer Nachweis geführt. Eine Regelausführung wie beim Standardgerüst gibt es hier nicht. Die Bemessung bringen wir bei und ziehen, wo es die Konstruktion verlangt, einen Tragwerksplaner hinzu.

Kontrolliert belasten, kontrolliert lösen

Ein Traggerüst wird nicht einfach aufgebaut und vergessen. Es wird nach Plan belastet, während der Bauphase überwacht und am Ende kontrolliert wieder entlastet. Über Spindeln und Absenkvorrichtungen lässt sich die Konstruktion millimetergenau lösen, und zwar erst dann, wenn das gestützte Bauteil seine Last selbst übernehmen kann. Auch die Verformung wird vorab eingerechnet, damit das fertige Bauteil am Ende die geplante Form hat. Weil Planung, Statik und Montage bei uns zusammenlaufen, bleibt die sichere Lastabtragung über die gesamte Bauphase in einer Hand, von der ersten Stütze bis zum letzten Absenken.

Termin für Ihr Traggerüst

 

Wenn bei einem Umbau, einer Betonsanierung oder einem Neubau Lasten temporär getragen werden müssen, planen wir die Konstruktion, weisen sie statisch nach und sorgen für eine sichere Lastabtragung. Für Standorte in Oberasbach ebenso wie in Fürth, Nürnberg, Erlangen, Stein, Schwabach oder Herzogenaurach.

Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

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Häufige Fragen zu Trag- und Lastgerüsten in Oberasbach

Was ist der Unterschied zwischen einem Traggerüst und einem Arbeitsgerüst?

Ein Arbeitsgerüst trägt Personen und Material und schafft Zugang zum Bauwerk. Ein Traggerüst stützt einen Teil des Bauwerks selbst oder fängt dessen Lasten ab, solange die Konstruktion sich noch nicht allein trägt.

Wofür braucht man ein Lastgerüst bei einer Sanierung?

Um Decken, Träger oder Pfeiler abzufangen, während sie instandgesetzt, ausgetauscht oder umgebaut werden. Auch schwere Anlagen lassen sich damit vorübergehend stützen, bis das Bauwerk seine Last wieder selbst übernimmt.

Nach welcher Norm wird ein Traggerüst bemessen?

Nach der DIN EN 12812, die die Bemessung von Traggerüsten regelt und in Bemessungsklassen unterscheidet. Jedes Traggerüst braucht einen projektbezogenen statischen Nachweis, eine Regelausführung gibt es nicht.

Wie wird ein Traggerüst nach dem Betonieren wieder gelöst?

Kontrolliert über Absenkvorrichtungen wie Spindeln, und zwar erst, wenn das Bauteil ausreichend erhärtet ist und seine Last selbst trägt. Das Ausschalen erfolgt nach einem festen Plan, nicht nach Gefühl.

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