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Brandschutzkonstruktionen im Trockenbau

Bauteile, die im Ernstfall Zeit schaffen

Ein Brandschutzbauteil sieht aus wie jede andere Wand oder Decke. Sein eigentlicher Wert zeigt sich erst im Ernstfall, wenn es das Feuer für eine festgelegte Zeit in einem Bereich hält, während Menschen das Gebäude verlassen und die Feuerwehr anrückt. Diese Minuten sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer exakt aufgebauten Konstruktion. Wir errichten solche Bauteile im Trockenbau für Gewerbe, öffentliche Gebäude und Wohnobjekte in Oberasbach und im Großraum Nürnberg, und zwar nach den geprüften Systemen, die diesen Zeitwert überhaupt erst garantieren.

Wo Brandschutz im Trockenbau gefordert ist

Ob und welcher Brandschutz nötig ist, steht im Brandschutzkonzept des Gebäudes und in der Landesbauordnung. Daraus ergibt sich die Feuerwiderstandsklasse, meist F30 als feuerhemmend, F90 als feuerbeständig, bei Sonderbauten auch höher. Die Zahl steht für die Minuten, die das Bauteil im Brandversuch standhalten muss, ohne Tragfähigkeit, Raumabschluss oder Wärmedämmung zu verlieren.


Brandschutzwände und Schachtwände

Der häufigste Fall ist die raumabschließende Wand, die verhindert, dass Feuer von einem Abschnitt in den nächsten schlägt. Für eine F30-Wand genügt oft schon eine einlagige Beplankung mit Gips-Feuerschutzplatten je Seite, für F90 kommen mehrlagige Aufbauten zum Einsatz. Gips zählt zu den nicht brennbaren Baustoffen, und das im Gipskern gebundene Kristallwasser verdunstet im Brandfall und kühlt die Platte von innen. Schachtwände um Aufzüge oder Installationsschächte bauen wir als einseitig montierbare Konstruktionen, wo der Schacht von der anderen Seite nicht zugänglich ist.


Bekleidung von Stahlstützen und Trägern

Stahl verliert bei Hitze rasch seine Tragfähigkeit, deshalb werden tragende Stützen und Träger mit Brandschutzplatten ummantelt. Je nach geforderter Klasse von F30 bis F180 wählen wir Plattendicke und Aufbau nach dem passenden System und führen die Bekleidung sauber um das Profil herum, auch als vorgefertigtes Formteil, wo es sich anbietet.


Brandschutzdecken und Unterdecken

Eine brandschutztechnisch wirksame Decke muss immer als Gesamtkonstruktion aus Rohdecke und Unterdecke betrachtet werden. Wir bauen Unterdecken und Deckenbekleidungen, die den darüberliegenden Bereich schützen, sowie Installationskanäle, die einen möglichen Kabelbrand einschließen und die Ausbreitung nach außen begrenzen.

Warum beim Brandschutz jede Abweichung zählt


Hier liegt der Punkt, an dem sich seriöse von leichtfertiger Arbeit trennt. Eine Brandschutzkonstruktion wirkt nur dann wie vorgesehen, wenn sie genau dem System entspricht, das im Brandversuch geprüft wurde. Dieses System ist im Verwendbarkeitsnachweis dokumentiert, in der bauaufsichtlichen Zulassung oder im Prüfzeugnis. Dort steht, welche Platten in welcher Dicke, welche Profile, welche Schraubabstände und welche Anschlüsse zulässig sind.


Wer davon abweicht, etwa eine andere Platte verwendet oder die Fugen anders ausführt, hat kein geprüftes Bauteil mehr, sondern eine Wand, deren Verhalten im Brand niemand kennt. Deshalb improvisieren wir an dieser Stelle grundsätzlich nicht. Wir bauen das System so, wie es freigegeben ist, und dokumentieren die Ausführung.


Die eigentliche Schwachstelle sind fast immer die Durchdringungen. Jedes Kabel, jedes Rohr, das durch eine Brandschutzwand führt, ist ein Loch, durch das Feuer und Rauch wandern könnten, wenn es nicht fachgerecht verschlossen wird. Solche Brandabschottungen und Kabelschotts müssen ebenfalls nach ihrem eigenen Verwendbarkeitsnachweis und nach der Leitungsanlagenrichtlinie ausgeführt werden. Wo diese Arbeiten in die Hand spezialisierter Fachbetriebe gehören, sagen wir das offen und stimmen die Schnittstellen sauber ab, statt eine Wand mit ungeschützten Durchführungen als fertig auszugeben.


Normen, Nachweise und klare Zuständigkeit


Der bauliche Brandschutz stützt sich in Deutschland auf die DIN 4102 und parallel auf die europäische DIN EN 13501, die das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen regeln. Die DIN 4102 fasst Tragfähigkeit, Raumabschluss und Wärmedämmung in einer Klasse zusammen, die europäische Norm betrachtet diese Kriterien mit der Kennung R, E und I einzeln. Über die Baustoffklassen wird zudem zwischen nicht brennbaren und brennbaren Materialien unterschieden, was gerade bei Brandwänden entscheidend ist.

Ehrlich gesagt endet unsere Verantwortung nicht an der fertigen Platte, aber sie beginnt auch nicht beim Brandschutzkonzept. Welche Klasse wo gefordert ist, legen Planer und Brandschutzsachverständiger fest, oft ist ein Prüfsachverständiger in die Abnahme eingebunden. Wir setzen um, was dort verlangt wird, halten uns an den Verwendbarkeitsnachweis und liefern eine nachvollziehbare Ausführung. So passt am Ende zusammen, was im Ernstfall zusammenpassen muss.

Jetzt Brandschutz in Oberasbach anfragen


Sie haben ein Objekt mit Brandschutzauflagen, eine Umnutzung oder einen Neubau mit geforderten Feuerwiderstandsklassen. Rufen Sie uns an und wir schauen uns die Anforderungen gemeinsam an. Sie bekommen eine systemtreue Ausführung nach geprüften Nachweisen und ein transparentes Angebot mit einzeln aufgeführten Positionen.


Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zu Brandschutz im Trockenbau in Oberasbach


Was bedeutet F30 und F90 bei einer Wand?

Die Zahl gibt die Minuten an, die das Bauteil im Brandfall standhalten muss. F30 hält mindestens dreißig Minuten, F90 mindestens neunzig Minuten, ohne Tragfähigkeit, Raumabschluss oder Wärmedämmung zu verlieren. Welche Klasse Sie brauchen, ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept.


Braucht eine Brandschutzwand immer eine Dämmung?

Nicht zwingend aus Brandschutzgründen. Für eine einfache F30-Wand kann eine geeignete Beplankung mit Feuerschutzplatten je Seite ausreichen. Ob Dämmung sinnvoll ist, hängt oft eher am Schallschutz. Maßgeblich ist immer der geprüfte Systemaufbau.


Kann man Brandschutz nachträglich in ein Gebäude einbauen?

Ja, das kommt bei Umnutzungen und Sanierungen in Fürth, Erlangen und Umgebung häufig vor. Wir errichten Brandschutzwände, Bekleidungen und Unterdecken auch im Bestand, abgestimmt auf das jeweilige Brandschutzkonzept.


Übernehmen Sie auch die Kabelschotts?

Brandabschottungen folgen eigenen Zulassungen und werden je nach Umfang von spezialisierten Fachbetrieben ausgeführt. Wir bauen die Konstruktion und klären die Schnittstelle zu den Durchdringungen klar ab, damit am Ende nichts ungeschützt bleibt.


Wer legt fest, welcher Brandschutz nötig ist?

Das bestimmen die Landesbauordnung, das Brandschutzkonzept und der Brandschutzsachverständige, nicht der ausführende Betrieb. Wir setzen die Vorgaben fachgerecht und systemtreu um und dokumentieren die Ausführung.

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