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Spechtlöcher in der Fassade schließen

Wenn es im Frühjahr an der Hauswand hämmert


Die Anrufe kommen ab März, und sie klingen immer ähnlich: da klopft etwas an der Wand, und oben unter dem Dach ist plötzlich ein rundes Loch. Meistens ist es der Buntspecht, meistens sitzt das Loch im obersten Geschoss, und meistens ist das Haus in den letzten fünfzehn Jahren gedämmt worden. Das ist kein Zufall, sondern die Folge einer Verwechslung.


Wir setzen solche Schäden in Oberasbach, Zirndorf, Cadolzburg und im übrigen Landkreis instand, mit eigenem Gerüst, weil die Löcher nie in Reichweite einer Leiter sitzen. Und wir sagen Ihnen, wann wir kommen dürfen, denn beim Specht ist der Zeitpunkt nicht Ihre Entscheidung.

Warum es gerade die gedämmte Fassade trifft


Ein Wärmedämmverbundsystem klingt beim Anklopfen hohl. Für einen Specht klingt es damit wie ein abgestorbener Baum, und ein abgestorbener Baum ist für ihn zweierlei: Speisekammer und Bauplatz. Hinter der rauen Putzoberfläche vermutet er Insekten, die dort die Wärme suchen. Und eine Bruthöhle, für die er im Holz Wochen braucht, ist in der Dämmung in wenigen Tagen fertig. Aus seiner Sicht ist Ihre Fassade ein außergewöhnlich bequemer Baum.


Deshalb bleibt es selten bei einem Loch. In dokumentierten Fällen hat ein einzelner Vogel auf fünf Quadratmetern rund neunzig Löcher gehackt, mit Durchmessern bis zu zehn Zentimetern. Die Löcher sitzen bevorzugt in den oberen Geschossen, oft direkt unter der Traufe, weil es dort ungestört ist und weil Vorsprünge Deckung geben.


Der eigentliche Schaden ist nicht das Loch, sondern was danach passiert. Jede Öffnung nimmt Schlagregen auf, das Wasser läuft in die Dämmebene und wandert dort nach unten, wo es niemand sieht. Nass gewordene Dämmung dämmt nicht mehr, und in feuchter Dämmung setzen sich Insekten und Pilze fest. Wer ein Loch über den Winter offen lässt, hat im Frühjahr einen Feuchteschaden statt eines Vogelschadens. Wie sich das von wetterbedingten Schäden unterscheidet, steht bei Sturmschaden und Hagelschaden an der Fassade.

Warum das Loch im Sommer offen bleiben muss


Spechte sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, und dieser Schutz gilt auch für ihre Höhlen. Während der Brutzeit von etwa März bis August dürfen die Tiere nicht gefangen, verletzt oder getötet werden, ihre Nester nicht zerstört und die Vögel nicht einmal vertrieben werden. Ein besetztes Loch zu verschließen ist damit keine Reparatur, sondern ein Verstoß, und die Bußgelder dafür sind erheblich.


Praktisch heißt das: wir prüfen zuerst, ob die Höhle bewohnt ist. Ist sie es, wird sie gesichert, damit kein Wasser hineinläuft, und der Verschluss wartet, bis die Jungen ausgeflogen sind. Ist sie leer und die Brutzeit vorbei, arbeiten wir. In Sonderfällen kann die Untere Naturschutzbehörde eine Ausnahme erteilen, den Antrag stellt der Eigentümer, nicht der Handwerker.


Ein Hinweis, der überrascht, aber funktioniert: wer in der Nähe eine geeignete Nisthilfe aufhängt, verliert den Vogel nicht als Nachbarn, sondern lenkt ihn um. Das ersetzt keine Instandsetzung, senkt aber die Wahrscheinlichkeit, dass im nächsten Frühjahr direkt daneben das nächste Loch entsteht.

Instandsetzen und dafür sorgen, dass es dabei bleibt


Die Instandsetzung läuft in der Reihenfolge, die das System vorgibt. Zuerst wird das Loch geöffnet, so weit wie nötig, damit alles lose und feuchte Material heraus kommt, dazu das eingetragene Nistmaterial. Dann prüfen wir, wie weit die Dämmung durchfeuchtet ist, denn davon hängt ab, ob ein Stück oder eine Fläche ersetzt wird. Das eingesetzte Dämmstück wird passgenau verklebt, darüber kommt Armierungsmörtel mit eingelegtem Gewebe, darauf der Oberputz des vorhandenen Systems.


Was Sie wissen sollten: eine einzelne geschlossene Stelle bleibt sichtbar, weil der alte Putz verwittert ist und der neue nicht. Bei wenigen Löchern an einer Nebenseite ist das hinnehmbar, an der Straßenseite meistens nicht. Dann überarbeiten wir die Fläche bis zu einer Kante, etwa bis zur Gebäudeecke oder bis zum Fenstersturz, damit der Übergang in einer Linie liegt und nicht mitten in der Wand. Beim Putz halten wir uns an das verbaute System, damit die Zulassung erhalten bleibt. Steht ohnehin eine Überarbeitung der ganzen Fassade an, lohnt der Blick auf die Fassadendämmung.


Zur Vorbeugung kommen bei uns meist zwei Dinge in Frage: eine glatte, harte Oberfläche im betroffenen Bereich, weil die dem Vogel keinen Halt und keinen Hohlklang mehr bietet, oder eine Bekleidung der Zone unter der Traufe mit Blech oder Faserzement. Auch eine Berankung hilft, weil dichtes Gerank gemieden wird. Was passt, hängt vom Haus ab, und wir sagen es, wenn nichts davon sinnvoll ist.


Spechtloch prüfen lassen


Fotografieren Sie die Stelle mit Zoom und schicken Sie das Bild mit. Wir sehen daran oft schon, ob es eine Nahrungsstelle oder eine Bruthöhle ist. Danach kommen wir, prüfen ob sie besetzt ist, und sagen Ihnen, was wann gemacht wird. Das Gerüst stellen wir selbst, dadurch hängt der Termin nicht an einer zweiten Firma.


Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zu Spechtlöchern


Zahlt die Wohngebäudeversicherung den Spechtschaden?

Prüfen Sie Ihren Vertrag, bevor Sie damit rechnen. Standardtarife decken üblicherweise Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser ab, Tierschäden dagegen nicht automatisch. Es gibt Verträge und Zusatzbausteine, die Tierschäden einschließen. Verbindlich sagt das nur Ihr Versicherer, wir dokumentieren den Schaden mit Fotos für die Meldung.



Kann man das Loch nicht einfach zuschäumen?

Bauschaum allein hält nicht und sieht man von der Straße. Fachgerecht wird das zerstörte Material entfernt, der Hohlraum mit passender Dämmung geschlossen, darüber kommt Armierungsmörtel mit Gewebe und darauf der zum System passende Oberputz. Ohne Gewebe reißt die Stelle wieder auf, und dann steht das Wasser im nächsten Winter genauso in der Wand.



Wann können Sie kommen?

Bei leeren Löchern außerhalb der Brutzeit sofort, also im Spätsommer und Herbst. Während der Brutzeit sichern wir gegen Wasser und setzen den Termin danach. Wenn Sie im Frühjahr anrufen, stehen Sie damit im Herbstplan, und das ist der richtige Zeitpunkt, weil die Fassade vor dem Winter dicht sein soll.



Helfen CDs, Flatterbänder oder ein Plastikhabicht?

Kurz und nur eine Weile. Spechte gewöhnen sich schnell, deshalb wirkt Abschreckung nur, wenn sie großflächig angebracht, kombiniert und regelmäßig verändert wird. Zuverlässiger sind bauliche Maßnahmen an den betroffenen Bereichen, etwa eine glatte Verkleidung oder eine Bekleidung der Zone unter der Traufe.



Kommt der Specht wieder?

Häufig ja, an dieselbe Wand, weil ihm der Platz bewährt erscheint. Deshalb sprechen wir beim Aufmaß über Vorbeugung für den betroffenen Bereich und nicht nur über das Schließen. Sonst stehen wir im nächsten Jahr wieder am selben Giebel.

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