

Hallenanstrich innen: Hallen und Werkstätten streichen lassen
In der Halle entscheidet nicht die Fläche, sondern die Höhe
Eine Lagerhalle mit tausend Quadratmetern Wandfläche klingt nach einem großen Auftrag. Der Aufwand entsteht aber nicht durch die Quadratmeter, sondern durch die acht oder zehn Meter darüber. Jede Fläche muss erreichbar sein, und zwar sicher und über Wochen, mit Material und mit mehreren Leuten gleichzeitig. Wer eine Halle streichen lässt, bezahlt am Ende für den Zugang zur Wand mindestens so viel wie für die Farbe.
Genau deshalb ist das eine Aufgabe für einen Betrieb, der Gerüst und Anstrich selbst macht. Wir rüsten Hallen und Anlagen in den Gewerbegebieten um Oberasbach, im Fürther und Nürnberger Hafen, in Zirndorf, Stein und Langenzenn seit Jahren ein. Dass wir danach auch streichen, ist für den Auftraggeber der Unterschied zwischen einem Termin und drei.
Was den Aufwand in einer Halle wirklich bestimmt
Bevor wir ein Angebot schreiben, sehen wir uns drei Dinge an. Daraus ergibt sich fast der ganze Preis.
Der Zugang zur Fläche
Bei niedrigen Hallen reichen Rollgerüste, die wir mitziehen. Ab etwa sechs Metern und bei durchgehenden Wandflächen ist ein Fahrgerüst oder eine Raumgerüstlage wirtschaftlicher, weil das ständige Umsetzen mehr Zeit kostet als der Aufbau. Steht die Ware in der Halle und lässt sich nicht räumen, planen wir abschnittsweise und arbeiten mit der Fläche, die freigeräumt wird. Was wir dafür an Konstruktionen stellen, steht bei den Industriegerüsten und bei den Treppentürmen und Gerüstaufzügen.
Der Untergrund
In Hallen trifft man auf Kalksandstein, Beton, Porenbeton, Trapezblech und alte Beschichtungen, oft alles in einem Raum. Porenbeton und unbehandelter Beton saugen stark und brauchen einen Vorstrich, sonst wird die Fläche wolkig. Alte Leim- und Kalkfarben kreiden ab und müssen abgewaschen werden, weil sonst die neue Schicht mit der alten abfällt. Verzinktes Trapezblech an der Decke ist der Klassiker: es muss entfettet und mit einem geeigneten Haftgrund vorbehandelt werden, sonst hält kein Anstrich. Wo Produktion läuft, liegt zusätzlich Staub oder Fettfilm auf der Wand. Das zu reinigen ist keine Nebenleistung, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Beschichtung hält.
Der laufende Betrieb
Die meisten Hallen können nicht leer stehen. Wir arbeiten deshalb in Abschnitten, an Wochenenden oder in Betriebsferien, und schotten die Bereiche ab, in denen gespritzt wird. Maschinen, Regale, Elektroverteilungen und Bodenflächen werden abgedeckt, nicht nur zugeschoben. Ein Punkt, der vorher geklärt sein muss: Sprühnebel löst Brandmelder aus. Wir sprechen die Abschaltung einzelner Melderbereiche mit Ihrem Brandschutzbeauftragten und der Aufschaltstelle ab, bevor wir anfangen, und decken Sprinklerköpfe fachgerecht ab, statt sie zu überstreichen.
Material und Verfahren, die zur Nutzung passen
Große Flächen bringen wir im Airless-Verfahren auf. Das ist schneller und ergibt ein gleichmäßigeres Bild als Rolle auf zehn Meter Höhe, erzeugt aber Nebel, der die Abschottung erst nötig macht. Kleinere Hallen, Werkstätten und alles, was zwischen Maschinen liegt, rollen wir.
Bei der Decke geht es selten um Optik. Eine helle Deckenuntersicht wirft das Licht zurück und verbessert die Ausleuchtung der Halle spürbar, was sich vor allem dann rechnet, wenn ohnehin auf LED umgestellt wird. An den Wänden entscheidet die Beanspruchung: im Lager mit Staplerverkehr brauchen die unteren zwei Meter eine abriebfeste, abwaschbare Beschichtung, weiter oben genügt weniger. Wir teilen Hallenwände deshalb in eine Sockelzone und eine Oberzone und schreiben beide getrennt ins Angebot, statt die teure Qualität über die gesamte Höhe zu rechnen.
Was wir offen sagen: Stahlstützen, Geländer, Tore und Rahmen streichen wir mit, wenn es um Optik und Grundschutz geht. Verlangt die Halle dagegen Korrosionsschutz nach Norm, mit definiertem Vorbereitungsgrad, Zinkstaubgrundierung und dokumentierter Schichtdicke, etwa an tragenden Konstruktionen in feuchter oder chemisch belasteter Umgebung, ist das ein eigenes Gewerk mit eigener Prüfung. Das gehört nicht in ein Malerangebot, und wir sagen es beim Termin, statt es später zu erklären. Dasselbe gilt für Brandschutzbeschichtungen auf Stahl.
Für die Fassade der Halle gibt es eine eigene Seite, dort geht es um Putz, Sandwichelemente und Beschichtung von außen: Fassadensanierung für Gewerbe und Industrie.
Soll die Halle nur eingerüstet und von Ihren eigenen Leuten genutzt werden, geht das über Industriegerüst mieten.
Angebot für Ihre Halle
Nennen Sie uns Hallenhöhe, ungefähre Wand- und Deckenfläche, den Untergrund soweit bekannt und die Zeitfenster, in denen gearbeitet werden kann. Wir sehen uns die Halle an, prüfen Altbeschichtung und Zugang und legen ein Angebot vor, in dem Gerüst, Vorarbeiten, Sockelzone und Oberzone getrennt stehen. Bei laufendem Betrieb bekommen Sie zusätzlich den Abschnittsplan mit den Tagen, an denen welcher Bereich gesperrt ist.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zum Hallenanstrich
Muss die Halle für den Anstrich leer sein?
Nein, aber jeder Abschnitt, an dem gearbeitet wird, muss frei zugänglich sein. In der Praxis räumt der Betrieb eine Wandseite oder eine Regalreihe frei, wir arbeiten sie ab, und danach wird umgestellt. Wie viele Abschnitte sinnvoll sind, legen wir vorab mit Ihnen fest, weil jeder Umzug des Gerüsts Zeit kostet.
Wie lange dauert der Anstrich einer Halle?
Das hängt weniger an der Fläche als an Höhe, Zugang und Abschnitten. Eine leere Halle mittlerer Größe ist in ein bis zwei Wochen fertig, dieselbe Halle im laufenden Betrieb mit vier Abschnitten braucht deutlich länger. Wir nennen die Dauer je Abschnitt, damit Sie Ihre Produktion danach planen können.
Was passiert mit Sprinklern, Meldern und Leuchten?
Sprinklerköpfe und Rauchmelder werden abgedeckt und nach der Arbeit wieder freigelegt, überstrichen werden sie nie, weil das ihre Funktion verändert. Bei Spritzarbeiten stimmen wir die zeitweise Abschaltung der betroffenen Meldergruppen mit Ihnen und der Aufschaltstelle ab. Leuchten hängen wir ab oder decken sie ein, je nach Bauart.
Können Sie eine Trapezblechdecke streichen?
Ja. Verzinktes Blech braucht Reinigung, Entfettung und einen Haftgrund, der für Zink geeignet ist. Ohne diesen Schritt reißt der Anstrich nach kurzer Zeit auf. Bei bereits beschichteten Blechen prüfen wir die Haftfestigkeit der Altschicht vorab an mehreren Stellen.
Stellen Sie das Gerüst in der Halle selbst?
Ja, mit eigenen Gerüstbauern und eigenem Material. Prüfung und Freigabe machen wir selbst, die Kennzeichnung hängt am Aufstieg. Für Auftraggeber heißt das eine Firma, ein Ansprechpartner und keine Wartezeit zwischen Gerüstbau und Anstrich. Wie wir sonst mit gewerblichen Auftraggebern arbeiten, steht bei Maler für Gewerbe und Hausverwaltungen.
