Welche Fassadenfarbe passt: Silikatfarbe oder Silikonharzfarbe
- 2. Juni
- 4 Min. Lesezeit
Worin sich die beiden Systeme unterscheiden
Der Grundunterschied steckt im Aufbau. Silikatfarbe ist rein mineralisch und verbindet sich chemisch mit dem Untergrund, statt als Film darauf zu liegen. Silikonharzfarbe legt sich als wasserabweisende Schicht über die Wand und lässt Feuchtigkeit dennoch von innen entweichen. Aus diesem Unterschied ergeben sich alle weiteren Eigenschaften, von der Haltbarkeit über den Schutz vor Algen bis zu der Frage, auf welchem Putz die Farbe überhaupt hält.

Die beiden Farben im Profil
Silikatfarbe
Silikatfarbe verkieselt mit dem mineralischen Untergrund, das heißt, sie geht eine feste chemische Verbindung mit Putz oder Beton ein. Dadurch entsteht eine sehr widerstandsfähige Oberfläche, die nicht abblättert. Silikatfarbe ist extrem dampfdurchlässig, sodass die Wand gut atmen kann, sie ist nicht brennbar und besonders stabil gegen UV-Licht, weshalb der Farbton lange erhalten bleibt. Durch ihren hohen Alkaligehalt erschwert sie zudem von Natur aus die Ansiedlung von Algen und Pilzen.
Ihre Grenze liegt beim Untergrund. Silikatfarbe haftet nur auf mineralischem Grund wie Kalk- oder Zementputz und Beton. Auf Kunstharzputz, alten Dispersionsanstrichen oder Holz ist sie ohne passende Vorbehandlung ungeeignet. Auch feine Risse überbrückt sie schlechter, weil sie weniger elastisch ist. Bei Altbauten, Kalkputz und im Denkmalschutz ist sie oft die erste Wahl.
Silikonharzfarbe
Silikonharzfarbe gilt als moderner Allrounder. Sie weist Wasser stark ab, sodass Regen abperlt und Schmutz schlechter haftet, bleibt dabei aber dampfdurchlässig. Die Fassade trocknet nach Regen schneller ab, und genau das senkt das Risiko für Algen und dunkle Feuchtzonen. An stark bewitterten Wetterseiten und auf gedämmten Fassaden spielt sie diese Stärke aus. Sie ist elastischer als Silikatfarbe und kann feine Risse besser überbrücken.
Der große Vorteil ist ihre Vielseitigkeit. Silikonharzfarbe lässt sich auf den meisten Untergründen einsetzen, auch auf vielen Altanstrichen, und bietet eine breite Auswahl an Farbtönen. Sie liegt als Beschichtung auf der Wand, ist also etwas weniger diffusionsoffen als reine Silikatfarbe, in der Praxis bleibt die Wand aber gut atmungsaktiv.
Welche Farbe zu welcher Fassade passt
Die Entscheidung lässt sich an wenigen Punkten festmachen. Ist der Untergrund rein mineralisch, etwa ein Kalk- oder Zementputz, und soll die Wand maximal diffusionsoffen bleiben, ist Silikatfarbe meist die bessere Wahl. Das gilt auch für historische Gebäude und Fälle, in denen der Denkmalschutz mitredet.
Haben Sie dagegen einen gemischten Untergrund, einen alten Dispersionsanstrich oder eine gedämmte Fassade, spielt Silikonharzfarbe ihre Stärken aus. Auch an Wetterseiten mit viel Schlagregen und an feucht-schattigen Wänden, die zu Algen neigen, hilft die wasserabweisende, schnell abtrocknende Oberfläche. Bei feinen Rissen punktet sie zusätzlich durch ihre Elastizität.
In vielen Fällen führen beide Wege zu einem guten Ergebnis, und die Entscheidung kippt erst mit dem konkreten Objekt. Preislich liegen beide im hochwertigen Bereich und nehmen sich wenig. Wichtiger als der Literpreis ist, dass das System zum Untergrund passt.
Warum der Untergrund die Wahl entscheidet
Die teuerste Farbe nützt nichts, wenn sie nicht zum Untergrund passt. Silikatfarbe auf einem Kunstharzputz hält nicht, und eine zu dichte Beschichtung auf einer Wand, die atmen muss, kann Feuchtigkeit einschließen. Deshalb steht bei uns am Anfang immer die Prüfung. Wir schauen uns Putz, Altbeschichtung und den Zustand der Fassade an und legen erst dann das passende System samt richtiger Grundierung fest.
Die Firma Weigand arbeitet je nach Anforderung mit Silikat- wie mit Silikonharzfarben und ist damit nicht auf ein Produkt festgelegt. Als Meisterbetrieb bauen wir die Beschichtung systemgerecht auf, damit das Ergebnis viele Jahre hält. Da wir Untergrundprüfung, Vorarbeiten, Anstrich und Gerüst aus einer Hand übernehmen, greift alles sauber ineinander, und Sie bekommen die Farbe, die wirklich zu Ihrer Wand passt, statt der, die gerade im Eimer steht.
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Häufige Fragen zu Silikatfarbe und Silikonharzfarbe in Oberasbach
Was ist der Hauptunterschied zwischen Silikat- und Silikonharzfarbe?
Silikatfarbe ist mineralisch und verbindet sich chemisch mit dem Untergrund, sie ist sehr dampfdurchlässig. Silikonharzfarbe liegt als wasserabweisende, zugleich atmungsaktive Schicht auf der Wand und lässt sich auf deutlich mehr Untergründen einsetzen.
Welche Farbe ist besser bei feuchter Lage und Algen?
Beide können funktionieren, entscheidend ist eine schnell abtrocknende Oberfläche. Silikonharzfarbe weist Wasser ab und trocknet zügig, was Algen die Feuchtigkeit entzieht. Silikatfarbe wirkt durch ihren hohen Alkaligehalt von sich aus bewuchshemmend. Welche im Einzelfall passt, hängt vom Untergrund ab.
Kann ich Silikatfarbe auf jeden Untergrund streichen?
Nein. Silikatfarbe haftet nur auf mineralischen Untergründen wie Kalk- oder Zementputz und Beton. Auf Kunstharzputz, alten Dispersionsanstrichen oder Holz ist sie ohne passende Vorbehandlung ungeeignet. Dort ist meist Silikonharzfarbe die richtige Wahl.
Welche Farbe hält länger?
Beide sind langlebig. Auf mineralischem Untergrund ist Silikatfarbe durch die Verkieselung besonders dauerhaft. Silikonharzfarbe bleibt durch ihre wasserabweisende, selbstreinigende Oberfläche lange sauber. Am Ende zählt vor allem der passende Untergrund und eine fachgerechte Vorbereitung.
Welche ist teurer?
Beide liegen im hochwertigen Bereich und unterscheiden sich preislich kaum. Den Ausschlag gibt nicht der Literpreis, sondern das System, das zu Ihrer Fassade passt und entsprechend lange hält.




