

Fassadendämmung und WDVS in Cadolzburg
Erst die Frage, ob gedämmt werden darf, dann die Frage womit
Bei den meisten Fassaden in Cadolzburg ist ein Wärmedämmverbundsystem technisch unkompliziert. Bei manchen ist es das nicht, und das klärt sich besser vor dem Angebot als danach. Steht das Haus im Ensemblebereich rund um Burg und Markt oder einzeln in der Denkmalliste, scheidet eine aufgeklebte Dämmung an der Sichtseite in der Regel aus. Sandsteinquader und Sichtfachwerk verschwinden darunter, und genau das lässt die Denkmalpflege nicht zu.
Für solche Gebäude bleiben andere Wege. Eine Innendämmung an ausgewählten Wänden, eine Dämmung der obersten Geschossdecke oder der Kellerdecke. Beides bringt spürbar weniger als eine Fassadendämmung, ist aber genehmigungsfähig und rechnet sich trotzdem. Bei den Wohnhäusern in den Siedlungsgebieten und in Egersdorf, Deberndorf oder Zautendorf stellt sich diese Frage nicht, dort ist der übliche WDVS-Aufbau der richtige Weg.
Cadolzburg liegt auf rund vierhundert Metern, spürbar höher als Fürth oder Nürnberg. Das macht in der Heizperiode einen Unterschied, den man auf der Abrechnung sieht.
Was am Bestand vorher geprüft wird
Ein WDVS wird auf den vorhandenen Putz geklebt und zusätzlich verdübelt. Trägt der Untergrund nicht, trägt auch die Dämmung nicht. Deshalb steht am Anfang eine Haftzugprüfung an mehreren Stellen der Fassade, dazu das Abklopfen größerer Flächen und eine Kontrolle der Ebenheit. Abweichungen über zwei Zentimeter müssen ausgeglichen werden, sonst steht später die Dämmplatte hohl.
Der zweite Punkt sind die Anschlüsse. Fensterbänke müssen verlängert oder getauscht werden, Dachüberstände reichen nach der Dämmung womöglich nicht mehr aus, Rollladenkästen und Hauseingänge brauchen eine eigene Lösung. Diese Details entscheiden darüber, ob ein System zwanzig Jahre hält oder nach fünf Jahren an den Rändern aufreißt. Bei Dachanschlüssen arbeiten wir mit dem Dachdecker zusammen, Dacharbeiten selbst führen wir nicht aus.
Wie der Schichtaufbau im Einzelnen funktioniert, haben wir auf unserer Seite zum Wärmedämmverbundsystem ausführlich beschrieben. Welcher Dämmstoff im konkreten Fall passt, hängt von Brandschutzanforderungen, Untergrund und gewünschter Dämmstärke ab, ein Vergleich der gängigen Dämmstoffe hilft bei der Vorauswahl.
Kosten und Förderung
Ein komplettes WDVS liegt je nach Dämmstoff, Dämmstärke und Aufwand an den Anschlüssen meist zwischen 120 und 200 Euro netto pro Quadratmeter Fassadenfläche, Gerüst inklusive. Sind vorher Putzschäden zu beheben, kommt das obendrauf. Belastbar wird die Zahl erst nach dem Aufmaß und der Untergrundprüfung.
Gefördert wird die Maßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Welche Sätze aktuell gelten und welche Bedingungen daran hängen, steht auf unserer Seite zur Förderung der Dämmung. Wichtig ist der Ablauf: Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt sein, und die Bestätigung schreibt ein Energieeffizienz-Experte. Diese Rolle dürfen wir nicht übernehmen, wir liefern die Angaben zum eingebauten System zu.
Wann sich die Dämmung mit anderen Arbeiten verbindet
Wenn die Fassade ohnehin ansteht, sinkt der Aufwand deutlich. Das Gerüst wird einmal gestellt statt zweimal, Untergrundvorbereitung und Beschichtung fallen ohnehin an. Wer also gerade über eine Fassadensanierung in Cadolzburg nachdenkt, sollte die Dämmung im selben Zug prüfen.
Das Gerüst für die Wärmedämmung stellen wir selbst. Es braucht dabei einen größeren Wandabstand als beim reinen Anstrich, weil die Dämmplatten Platz brauchen. Wer das erst beim Aufbau bemerkt, baut zweimal.
Dämmung für Ihr Haus in Cadolzburg anfragen
Wir schauen uns die Fassade vor Ort an, prüfen den Untergrund und sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Dämmung lohnt oder ob eine andere Maßnahme sinnvoller ist. Einen Überblick über alle Möglichkeiten finden Sie auf unserer Seite zur Wärmedämmung.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com
Firma Weigand, St.-Lorenz-Str. 154, 90522 Oberasbach. Wir arbeiten in Cadolzburg mit allen Ortsteilen, dazu in Langenzenn, Zirndorf, Oberasbach, Fürth und im Landkreis Fürth.

Häufige Fragen
Darf ich mein Haus im Cadolzburger Ortskern dämmen?
An Gebäuden im Denkmalensemble ist eine außenliegende Dämmung an den Sichtseiten meist nicht genehmigungsfähig. Innendämmung, Dach- und Kellerdeckendämmung bleiben möglich. Zuständig ist das Landratsamt Fürth.
Wie dick muss die Dämmung sein?
Üblich sind vierzehn bis zwanzig Zentimeter. Für die Förderung muss ein bestimmter Wärmedurchgangskoeffizient erreicht werden, was die Mindeststärke vorgibt. Weniger als zwölf Zentimeter lohnen sich in der Regel nicht.
Schimmelt die Wand hinter der Dämmung?
Bei fachgerechter Ausführung nicht, im Gegenteil. Die Innenoberfläche wird wärmer, damit sinkt das Kondensationsrisiko. Kritisch wird es nur bei Wärmebrücken an Anschlüssen, weshalb wir dort besonders genau arbeiten.
Wie lange dauern die Arbeiten?
Bei einem Einfamilienhaus meist zwei bis vier Wochen, abhängig von Witterung und Trocknungszeiten zwischen den Schichten. Unter fünf Grad Celsius wird nicht gearbeitet.
Muss ich während der Arbeiten ausziehen?
Nein. Sie können normal wohnen bleiben. Bei Fenstern und Balkonen gibt es kurze Einschränkungen, die wir vorher ankündigen.
