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Kann man im Winter tapezieren und streichen?

  • vor 11 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Im Innenbereich ja, das ganze Jahr über. Was im Winter nicht funktioniert, sind Fassadenarbeiten. Und was viele unterschätzen: Auch drinnen gibt es zwei Bedingungen, an denen es scheitern kann.


Warum Innenarbeiten im Winter unproblematisch sind

Moderne Dispersionsfarben und Kleister brauchen Temperaturen über etwa fünf Grad, und in einem bewohnten Raum sind zwanzig Grad die Regel. Trocknungszeiten liegen bei wenigen Stunden, der Geruch ist bei wasserbasierten Systemen gering. Es spricht also nichts gegen den Termin im Januar.


Im Gegenteil: Die Auftragslage im Malerhandwerk ist zwischen November und Februar deutlich entspannter als im Frühjahr. Wer im Winter renoviert, bekommt schneller einen Termin und arbeitet mit einem Betrieb, der nicht zwischen drei Fassaden hin und her fährt.


Die zwei Bedingungen, auf die es ankommt

Lüften trotz Kälte

Jeder Liter Farbe und jeder Eimer Kleister gibt Wasser an die Raumluft ab. Im Sommer entweicht das über offene Fenster, im Winter neigt man dazu, geschlossen zu halten. Dann steigt die Luftfeuchte, die Trocknung verzögert sich, und an kalten Außenwänden kann Kondensat entstehen.


Richtig ist Querlüften mehrmals täglich für wenige Minuten mit weit geöffneten Fenstern, statt sie zu kippen. Die Wände kühlen dabei kaum aus, die feuchte Luft geht raus.


Kalte Außenwände

Eine ungedämmte Außenwand kann im Winter deutlich kälter sein als die Raumluft. Auf einer solchen Fläche trocknet Kleister langsamer und ungleichmäßig, und Tapetennähte öffnen sich, weil der Belag am kalten Bereich anders schwindet.


Deshalb sollte der Raum vor Arbeitsbeginn ein bis zwei Tage durchgeheizt sein, nicht erst am Morgen. Es geht darum, das Bauteil zu erwärmen, nicht nur die Luft.


Was im Winter tatsächlich nicht geht

Fassadenanstriche, Putzarbeiten außen und Wärmedämmverbundsysteme brauchen dauerhaft über fünf Grad, auch nachts, und trockene Flächen. In unserer Region schließt sich dieses Fenster meist Ende Oktober und öffnet sich im April wieder. Warum das so ist, steht ausführlich im Beitrag zur besten Jahreszeit für Fassadenarbeiten.


Mit Einhausung und Beheizung sind Ausnahmen möglich, das lohnt sich aber nur bei Terminzwang oder größeren Projekten, weil die Konstruktion selbst erheblich kostet.


Was sich im Winter besonders anbietet

Wohnungsrenovierungen zwischen Mieterwechseln, Treppenhäuser, Trockenbau und alles, was ohnehin drinnen stattfindet. Für Hausverwaltungen ist der Winter die günstigste Zeit, um Treppenhäuser zu bearbeiten, weil weniger Bewohner unterwegs sind und die Termine flexibel liegen.


Ebenso sinnvoll ist es, im Winter die Planung für die Fassade zu machen. Aufmaß, Untergrundprüfung und Angebot lassen sich ganzjährig erledigen, und wer im Februar beauftragt, bekommt im Frühjahr einen frühen Termin. Wie der Ablauf aussieht, steht bei der Fassadensanierung.


Häufige Fragen

Riecht Farbe im Winter stärker, weil man nicht lüften kann?

Wasserbasierte Innenfarben riechen kaum. Bei Lacken ist der Geruch stärker, dort lohnt sich der Griff zu wasserbasierten Systemen, gerade in der kalten Jahreszeit.


Wie lange dauert die Trocknung im Winter?

Bei beheiztem Raum und vernünftigem Lüften kaum länger als im Sommer. Ohne Lüftung kann sie sich verdoppeln.


Ist Tapezieren an einer kalten Außenwand ein Problem?

Es kann eines werden. Der Raum sollte vorher ein bis zwei Tage durchgeheizt sein, damit die Wand selbst warm ist und der Kleister gleichmäßig abbindet.


Gibt es im Winter günstigere Preise?

Die Stundensätze ändern sich nicht. Termine sind aber leichter zu bekommen, und Projekte lassen sich zügiger abwickeln.


Wintertermin anfragen

Zwischen November und März haben wir Kapazität für Innenarbeiten. Sagen Sie uns, um welche Räume es geht. Alle Leistungen finden Sie bei den Malerarbeiten.


Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

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