Was kostet Wände streichen lassen?
- vor 18 Stunden
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Für Wände und Decken im Innenbereich liegen die Kosten meist zwischen 8 und 18 Euro netto pro Quadratmeter, inklusive Abdecken, Grundierung und zwei Anstrichen. Die Spanne erklärt sich fast vollständig über den Zustand der Fläche.
Die drei Fälle
Renovierungsanstrich auf intaktem Untergrund
Die Wand ist glatt, der Altanstrich trägt, es gibt keine Löcher. Hier fallen Abdecken, Grundierung und zwei Anstriche an, das liegt am unteren Ende der Spanne bei etwa 8 bis 11 Euro netto pro Quadratmeter. Das ist der Fall bei Wohnungen, die alle fünf bis acht Jahre gestrichen werden.
Mieterwechsel mit üblichen Spuren
Dübellöcher, Möbelabdrücke, vereinzelte Flecken. Dazu kommen Spachteln der Löcher, Isolieren einzelner Stellen und teils ein dritter Anstrich, wenn dunkle Farbtöne überdeckt werden. Realistisch sind 12 bis 15 Euro netto pro Quadratmeter.
Problemuntergrund
Kreidender oder abblätternder Altanstrich, Leimfarbe, Nikotin, Wasserränder oder großflächige Risse. Hier kommen Abwaschen, festigende Grundierung, Isolierbeschichtung und flächiges Spachteln hinzu. Ab 18 Euro netto pro Quadratmeter aufwärts, bei Leimfarbe deutlich mehr, weil sie vollständig abgewaschen werden muss.
Was zusätzlich ins Gewicht fällt
Dunkle oder kräftige Farbtöne brauchen häufig einen dritten Anstrich, das schlägt mit etwa dreißig Prozent Aufschlag zu Buche. Wer von einer dunklen auf eine helle Wand wechselt, sollte damit rechnen.
Höhere Räume verlangsamen die Arbeit, weil auf Gerüst oder Bock gearbeitet wird. Ab etwa drei Metern Raumhöhe steigt der Quadratmeterpreis spürbar. Treppenhäuser sind aus demselben Grund teurer als normale Wohnräume, dort kommen versetzte Ebenen und Absturzsicherung dazu.
Die gewünschte Farbqualität wirkt sich beim Material aus. Eine Farbe der Nassabriebklasse eins kostet ein Vielfaches einer einfachen Wandfarbe, bringt aber in Fluren und Treppenhäusern eine deutlich längere Standzeit.
Ein Rechenbeispiel
Dreizimmerwohnung mit siebzig Quadratmetern Wohnfläche, Wände und Decken zusammen etwa zweihundert Quadratmeter, Zustand nach Mieterwechsel. Bei 13 Euro netto pro Quadratmeter ergibt das rund 2600 Euro netto. Wären die Wände intakt, lägen Sie bei etwa 1900 Euro, bei Problemuntergrund eher bei 3600 Euro.
Was den Preis nicht senkt
Am Anstrich zu sparen, indem nur einmal gestrichen wird, halbiert die Standzeit und ist rechnerisch der teuerste Weg. Ebenso wenig bringt eine hochwertige Farbe auf einem nicht tragfähigen Untergrund. Warum das so ist, steht im Beitrag darüber, warum Farbe von der Wand blättert.
Für Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften rechnet sich dagegen die Bündelung mehrerer Einheiten, weil Anfahrt und Rüstzeiten nur einmal anfallen. Mehr dazu bei den Malerarbeiten für Gewerbe und Hausverwaltungen.
Häufige Fragen
Wird nach Wohnfläche oder Wandfläche abgerechnet?
Nach Wandfläche. Als grobe Faustregel entspricht die zu streichende Fläche etwa dem Zwei- bis Dreifachen der Wohnfläche, wenn Decken mitgestrichen werden.
Muss ich die Möbel ausräumen?
Nicht komplett. Wir rücken sie in die Raummitte und decken ab. Vollständiges Ausräumen verkürzt die Arbeitszeit, ist aber selten nötig.
Kostet Decke streichen extra?
Sie wird als Fläche mitgerechnet und liegt im Quadratmeterpreis meist etwas höher als Wandfläche, weil über Kopf langsamer gearbeitet wird.
Wie lange muss ich aus dem Raum?
Moderne Innenfarben sind nach wenigen Stunden trocken und geruchsarm. Der Raum ist am Folgetag normal nutzbar.
Angebot mit klaren Positionen
Wir messen auf, prüfen den Untergrund und weisen Vorarbeiten und Anstrich getrennt aus. Alle Leistungen finden Sie beim Wohnung streichen und Innenräume renovieren.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com




