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Gerüst für Photovoltaik-Montage

Wenn die Module geliefert sind, muss die Traufe gesichert sein


Der Montagetermin für die Solaranlage steht, der Wechselrichter liegt in der Garage, und dann fällt die Frage nach dem Gerüst. Oft eine Woche vorher. Wir stellen in Oberasbach, Zirndorf und im übrigen Landkreis die Gerüste, an denen Solarteure arbeiten, und zwar so, dass am Montagetag nichts mehr geklärt werden muss: Traufe gesichert, Zugang gestellt, Prüfprotokoll am Gerüst.


Wer im Solar- und Gründachpotenzialkataster des Landkreises Fürth nachgesehen hat, weiß, wie viel Ertrag das eigene Dach bringt. Was dort nicht steht, ist die Frage, wie die Monteure sicher an die Dachfläche kommen. Das Gerüst taucht in den meisten Angeboten der Montagebetriebe nicht auf, weil sie es nicht selbst stellen. Genau an dieser Stelle kommen wir dazu, und zwar als eigener Gerüstbaubetrieb mit eigenem Material, nicht über einen Subunternehmer.

Ab wann bei der Solarmontage ein Gerüst gebraucht wird


Für Arbeiten auf dem Dach gilt nicht die Einschätzung des Hausbesitzers, sondern das Regelwerk für Bauarbeiten. Dazu gehören die DGUV Vorschrift 38, die Technischen Regeln für Betriebssicherheit und die DGUV Information 203-080, die sich ausdrücklich mit Montage und Instandhaltung von Photovoltaikanlagen befasst. Die Vorgaben sind klar genug, um schon beim Aufmaß zu sagen, was Ihr Dach braucht.


Satteldach ab 22,5 Grad Neigung

Bei geneigten Dächern zwischen 22,5 und 60 Grad und mehr als zwei Metern Absturzhöhe an der Traufe gehört ein Dachfanggerüst dazu. Der Belag darf höchstens 1,50 Meter unter der Traufkante liegen, die Belagfläche ist mindestens 60 Zentimeter breit, und die Schutzwand besteht aus Netzen oder Geflechten mit maximal zehn Zentimetern Maschenweite. Die Siedlungshäuser in Unterasbach, Altenberg und Rehdorf liegen mit ihren Satteldächern fast immer in diesem Bereich. Ab 45 Grad Neigung braucht der Monteur zusätzlich Arbeitsplätze auf der Dachfläche selbst, etwa Auflegeleitern. Mehr zur Bauart steht bei den Dachfanggerüsten und Absturzsicherungen.


Flachdach, Garagendach und schwach geneigte Flächen

Unter 20 Grad sieht die Lage anders aus. Bleiben die Arbeiten mindestens zwei Meter von jeder Absturzkante entfernt und ist dieser Bereich fest abgesperrt, geht es ohne Gerüst. Sobald Module näher an den Rand rücken, und bei der Flächenausnutzung auf Garagen- und Hallendächern ist das die Regel, braucht es Seitenschutz nach DIN EN 13374. Am Ortgang reicht der Gefahrenbereich zwei Meter in die Dachfläche hinein, was auf schmalen Reihenhausdächern schnell die halbe Fläche betrifft.


Warum Anschlagpunkte allein oft nicht ausreichen

Die Rangfolge im Arbeitsschutz lautet: zuerst sichern, dann auffangen, erst danach anseilen. Persönliche Schutzausrüstung ist das letzte Mittel, nicht das bequemste. Ein Seil hält den Monteur, es verhindert den Sturz aber nicht, und es setzt einen tragfähigen Anschlagpunkt voraus, den ein Dach aus den Sechzigern selten mitbringt. Wo zwei oder drei Leute gleichzeitig Schienen ausrichten, Module tragen und Kabel führen, ist das Gerüst die Lösung, mit der alle vernünftig arbeiten können.

Termin, Standzeit und wer den Gerüstbauer beauftragt


In den meisten Fällen bestellt der Bauherr das Gerüst, weil der Solarteur es nicht im Angebot hat. Manchmal ruft uns der Montagebetrieb direkt an und rechnet es über sein Projekt ab. Beides funktioniert. Wir brauchen dafür drei Angaben: die Traufhöhe, die Gebäudeseiten, auf denen Module liegen, und das geplante Montagefenster. Alles Weitere sehen wir bei der Besichtigung, vor allem Zufahrt, Untergrund und ob am Ortgang etwas im Weg steht.


Wir bauen einen bis zwei Tage vor der Montage auf und bauen ab, sobald der Solarteur fertig gemeldet hat. Eine Anlage am Einfamilienhaus ist meist in zwei bis drei Tagen oben, das Gerüst steht also kurz. Verschiebt sich die Lieferung von Modulen oder Wechselrichter, sagen Sie uns Bescheid: dann verschieben wir den Aufbau, statt die Standzeit zu verlängern. Ein Gerüst, das drei Wochen auf Material wartet, ist die teuerste Variante. Wie Standzeiten abgerechnet werden, steht bei den Mietmodellen und Standzeiten.


Ein Hinweis, der sich häufig auszahlt: wenn die Fassade in den nächsten Jahren ohnehin ansteht, lohnt der Blick auf die Reihenfolge. Anstrich oder Dämmung und Solarmontage am selben Gerüst sparen den zweiten Aufbau, und der Aufbau ist der größere Kostenblock, nicht die Miete. Für Montagebetriebe, die regelmäßig einrüsten lassen, gibt es feste Absprachen beim Gerüst mieten für Handwerksbetriebe.

Prüfung, Kennzeichnung und Übergabe an den Montagebetrieb


Nach dem Aufbau prüfen wir das Gerüst und dokumentieren das Ergebnis. Am Zugang hängt die Kennzeichnung mit Last- und Breitenklasse, dem Datum der Prüfung und dem verantwortlichen Aufbauer. Der Solarteur weiß damit, was er belasten darf, und das ist bei Modulpaketen und Schienenbündeln keine Nebensache. Wir planen die Beläge deshalb so, dass Material zwischengelagert werden kann, und rechnen nicht mit der Lastklasse, die für reine Malerarbeiten genügt.


Was am Gerüst nicht passieren darf: Beläge aushängen, Geländer abnehmen oder Verankerungen lösen, um besser an die Dachhaut zu kommen. Wer das braucht, ruft uns an, dann ändern wir es selbst. Nach dem Abbau prüfen wir die Verankerungspunkte und verschließen die Löcher. Wie wir im Ort insgesamt arbeiten, steht beim Gerüstbau in Oberasbach.


Gerüst für Ihre Solaranlage anfragen


Sagen Sie uns, wann die Module kommen, wie hoch die Traufe liegt und welche Dachseiten belegt werden. Wir sehen uns das Haus an und nennen Ihnen Preis, Aufbautag und Abbautermin. Wenn der Montagebetrieb schon feststeht, stimmen wir den Termin direkt mit ihm ab.


Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zum Gerüst für die Photovoltaik-Montage


Braucht man für eine Photovoltaikanlage immer ein Gerüst?

Nein. Auf flachen Dächern lässt sich ohne Gerüst arbeiten, solange alle Arbeiten mindestens zwei Meter von der Absturzkante entfernt bleiben und der Bereich abgesperrt ist. Auf geneigten Dächern über 22,5 Grad mit mehr als zwei Metern Traufhöhe ist eine Auffangeinrichtung erforderlich, in der Praxis also das Dachfanggerüst.



Wer bestellt das Gerüst, der Solarteur oder der Eigentümer?

Meistens der Eigentümer, weil das Gerüst in den Angeboten der Montagebetriebe selten enthalten ist. Prüfen Sie das Angebot: steht dort nichts von Gerüst oder Absturzsicherung, ist es nicht eingerechnet. Sie können uns direkt beauftragen oder Ihren Solarteur bitten, das mit uns abzustimmen.



Wie lange muss das Gerüst für die Solarmontage stehen?

Beim Einfamilienhaus meist vier bis fünf Tage, gerechnet vom Aufbau bis zum Abbau. Die reine Montagezeit liegt oft bei zwei bis drei Tagen. Bei Mehrfamilienhäusern oder wenn zusätzlich am Dach gearbeitet wird, planen wir länger und sprechen die Standzeit vorher mit Ihnen ab.



Reicht ein Dachfanggerüst an einer Dachseite?

Wenn Module nur auf einer Dachseite liegen und die Monteure die andere Seite nicht betreten, ja. Werden beide Dachflächen belegt, was bei Ost-West-Anlagen üblich ist, muss auch die zweite Traufe gesichert sein. Das klären wir vor dem Angebot, damit auf der Rechnung nichts nachkommt.



Was kostet das Gerüst für eine PV-Anlage?

Das hängt von Traufhöhe, Gerüstlänge, Zugänglichkeit und Standzeit ab und lässt sich erst nach der Besichtigung seriös beziffern. Weil die Standzeit bei Solarmontagen kurz ist, fällt der Aufbau stärker ins Gewicht als die Miete. Eine Einordnung der Positionen finden Sie bei den Kosten vom Fassadengerüst.

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