top of page

Holzfenster sanieren und streichen lassen

Das Holz hält länger als der Anstrich darauf


Fenster aus den siebziger und achtziger Jahren sind meist aus Kiefer oder Meranti gebaut, und das Holz ist in der Regel noch in Ordnung. Kaputt ist die Beschichtung: sie reißt an den Kanten auf, blättert am unteren Rahmen und lässt Wasser dorthin, wo es nicht hin soll. Wer das rechtzeitig angeht, behält seine Fenster noch zwanzig Jahre. Wer wartet, bis die Ecken weich sind, zahlt für neue.


Wir setzen Holzfenster in Oberasbach, Zirndorf, Stein, Fürth und Nürnberg instand, an Siedlungshäusern genauso wie an Altbauten mit Kastenfenstern in der Fürther und Nürnberger Innenstadt. Und wir sagen beim Termin, wenn sich die Instandsetzung nicht mehr lohnt. Wir verkaufen keine Fenster, deshalb haben wir bei dieser Auskunft nichts zu gewinnen.

Instandsetzen oder austauschen


Diese Frage steht am Anfang, und sie entscheidet sich an vier Punkten. Erstens an den unteren Eckverbindungen: sind die weich, weil dort über Jahre Wasser stand, lässt sich das bei einem Fenster mit Stückaustausch beheben, bei allen Fenstern des Hauses wird es unwirtschaftlich. Zweitens am Rahmen: ist er verzogen und lässt sich der Flügel nicht mehr schließen, hilft kein Anstrich.


Drittens an der Verglasung. Bei Einfachglas oder einer alten Zweischeibenverglasung mit blinden Scheiben spricht viel für den Austausch, weil die Instandsetzung nichts an den Wärmeverlusten ändert. Bei einem Fenster mit intakter Isolierverglasung dagegen ist die Instandsetzung fast immer die günstigere Rechnung. Viertens an der Auflage: bei denkmalgeschützten Gebäuden ist der Erhalt der originalen Fenster oft verlangt, dann ist die Instandsetzung nicht die Alternative, sondern der Weg.


Fenster liefern und einbauen gehört nicht zu unseren Leistungen. Kommt der Austausch heraus, sagen wir das und übernehmen danach die Malerarbeiten an Laibung und Anschluss. Kommt die Instandsetzung heraus, machen wir sie komplett.

Wo ein Holzfenster zuerst aufgibt


Wetterschenkel und untere Ecken

Der untere waagerechte Rahmenteil bekommt alles ab: Regen, Sonne, Schnee. Ist die Abtropfkante zugestrichen oder die Beschichtung dort aufgerissen, zieht Holz Wasser und gibt es nur langsam wieder ab. Bei kleinen Schadstellen bohren wir das zerstörte Holz aus und schließen mit einem Reparaturharz, bei größeren setzen wir ein Stück neues Holz ein. Erst danach wird beschichtet. Ein Anstrich über weiches Holz ist verlorene Arbeit.


Kittfalz und Glasanschluss

An älteren Fenstern sitzt die Scheibe im Leinölkitt. Wird der spröde und reißt, läuft Wasser hinter die Scheibe in den Falz, und dort trocknet es nie. Schadhafter Kitt wird herausgenommen und neu eingelegt, bei Isolierverglasung wird die Dichtstofffuge erneuert. Der Anschluss zwischen Glas und Holz muss dabei überstrichen werden, ein bis zwei Millimeter auf das Glas hinein, sonst bleibt eine offene Kante.


Kanten und Falzbereiche

An scharfen Kanten ist jede Beschichtung dünner als auf der Fläche, deshalb reißt sie dort zuerst auf. Wir runden Kanten mit einem Radius von mindestens zwei Millimetern ab, bevor wir beschichten. Die Falzbereiche, also die Flächen, die man nur bei offenem Fenster sieht, werden oft übersprungen. Genau dort sammelt sich aber Feuchte, wenn im Winter gelüftet wird.


Was innen ansteht, hängt am Zustand und am Wunsch. Türen, Zargen und Geländer machen wir im selben Durchgang mit, dazu gibt es die Lackierarbeiten an Türen, Fenstern, Heizkörpern und Geländern.


Steht am Altbau mehr als die Fenster an, finden Sie den Überblick bei Altbau streichen und renovieren im Raum Oberasbach und Nürnberg.

Der Aufbau, der an Fenstern hält


Fenster gelten im Malerhandwerk als maßhaltige Bauteile, und dafür gibt es eigene Regeln. Sie dürfen sich nicht verziehen, deshalb braucht die Beschichtung eine ausreichende Sperrwirkung gegen Feuchte und eine entsprechende Schichtdicke. Dünnschichtlasuren, wie sie an einem Gartenzaun richtig sind, gehören nicht an ein Fenster: sie lassen zu viel Feuchte durch. Richtig ist ein deckender Aufbau oder eine dickschichtige Lasur, in mehreren Gängen aufgebaut.


Vor dem ersten Gang wird die Holzfeuchte gemessen. Bei Fenstern liegt der Richtwert um 13 Prozent, und darüber wird nicht beschichtet, weil die eingeschlossene Feuchte den Anstrich später abdrückt. Deshalb arbeiten wir außen nicht bei jedem Wetter und im Spätherbst nur, wenn die Bedingungen passen. Ein Anstrich, der bei zu hoher Luftfeuchte aufgezogen wird, hält keine drei Jahre.


Dazu kommt die Pflege, die nichts kostet: Beschläge im Herbst ölen, Dichtungen sauber halten, das Kondenswasser im Winter abwischen und nicht stehen lassen. Wir sagen beim Abschluss, welche Fenster in zwei Jahren als erste wieder dran sind, damit Sie die Arbeiten verteilen können.


Holzfenster ansehen lassen


Schicken Sie uns Fotos von zwei oder drei Fenstern, immer den unteren Rahmen und eine Ecke im Detail. Damit lässt sich schon einordnen, ob es um Anstrich, um Ausbesserung oder um mehr geht. Danach sehen wir uns alle Fenster an und Sie bekommen ein Angebot, in dem jedes Fenster einzeln steht.


Telefon: 0911 65 65 82 78

E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zu Holzfenstern


Wie oft muss ein Holzfenster gestrichen werden?

Das hängt an der Himmelsrichtung und am Wetterschutz. Fenster unter einem breiten Dachüberstand auf der Nordseite halten deutlich länger als solche auf der Südwestseite ohne Überstand. Als Anhaltspunkt gilt eine Überarbeitung nach einigen Jahren, entscheidend ist aber der Zustand, nicht der Kalender. Sobald die Beschichtung an Kanten aufreißt, ist es Zeit.



Kann man über eine alte Lasur deckend streichen?

Ja, wenn der Altanstrich tragfähig ist. Angeschliffen wird trotzdem, und lose Stellen werden bis auf das Holz entfernt. Umgekehrt geht es nicht: eine Lasur über einem deckenden Altanstrich wird fleckig, weil das Holz nicht mehr durchscheint.



Wie lange dauert das, und kann ich die Fenster nutzen?

Wir arbeiten fensterweise. Ein Fenster ist an einem Tag angeschliffen, ausgebessert und im ersten Gang beschichtet, der zweite Gang folgt nach der Trocknung. Offen bleibt es dabei nicht über Nacht. Bei Arbeiten außen an oberen Geschossen stellen wir das Gerüst selbst, oft zusammen mit anderen Arbeiten an der Fassade.



Welche Farbtöne sind bei Holzfenstern sinnvoll?

Helle Töne sind unkritisch. Dunkle Töne auf der Sonnenseite heizen die Oberfläche stark auf und arbeiten dem Holz entgegen, weshalb als Richtwert gilt, mit dem Hellbezugswert nicht unter etwa 25 zu gehen. Wenn Sie es dunkel wollen, sprechen wir vorher über die Lage des Fensters.



Machen Sie auch Fensterläden und Holzverkleidungen?

Ja. Klappläden, Rollladenkästen, Verkleidungen und Balkongeländer aus Holz gehören meist zum gleichen Auftrag. Für größere Holzflächen an der Fassade gibt es die Seite Holzfassade streichen lassen.

bottom of page