

Wärmedämmung Kosten: Was kostet die Dämmung von Haus, Dach und Fassade?
Was Dämmung kostet, entscheidet das Bauteil
Eine Kellerdecke ist an einem Tag gedämmt, eine Fassade braucht Gerüst, Putz und Wochen. Entsprechend weit liegen die Kosten auseinander, und eine Pauschale für die Dämmung eines ganzen Hauses sagt wenig. Sinnvoller ist der Blick auf die einzelnen Bauteile und darauf, welche Arbeit dort tatsächlich anfällt.
Die Zahlen auf dieser Seite sind Richtwerte für 2026, netto und zuzüglich Mehrwertsteuer, jeweils für die fertig ausgeführte Leistung mit Material und Arbeit. Den verbindlichen Preis für Ihr Haus in Oberasbach, Fürth oder Nürnberg bekommen Sie nach dem Aufmaß vor Ort.
Richtwerte nach Bauteil
Fassade mit Wärmedämmverbundsystem
Die Außenwand ist die größte und teuerste Fläche. Ein komplettes WDVS mit Gerüst, Armierung und Oberputz liegt je nach Dämmstoff bei etwa 100 bis 250 Euro netto pro Quadratmeter. Was den Preis innerhalb dieser Spanne bestimmt, von Laibungen bis Dachüberstand, steht ausführlich bei den WDVS Kosten pro Quadratmeter.
Sockel und erdberührte Wand
Am Sockel braucht es druckfeste, feuchteunempfindliche Platten, die bis ins Erdreich reichen. Der Aufwand hängt vor allem daran, ob das Erdreich freigelegt werden muss. Liegt die Wand ohnehin offen, etwa bei einer Drainage, ist die Sockel- und Perimeterdämmung vergleichsweise günstig mitzumachen, nachträglich allein wird sie teuer.
Kellerdecke
Die Kellerdecke gehört zu den günstigsten Maßnahmen. Von unten angebrachte Dämmplatten kosten etwa 25 bis 55 Euro netto pro Quadratmeter, ohne Gerüst und meist in ein bis zwei Tagen erledigt. Leitungen, Lampen und niedrige Raumhöhen im Keller können den Aufwand erhöhen. Mehr dazu bei der Kellerdeckendämmung.
Oberste Geschossdecke
Wird der Dachboden nicht bewohnt, ist die Decke darunter die wirtschaftlichste Stelle. Nicht begehbar ausgelegt kostet die Dämmung etwa 20 bis 35 Euro netto pro Quadratmeter, mit begehbarem Belag etwa 40 bis 90 Euro. Für viele Eigentümer ist diese Maßnahme nach einem Hauskauf ohnehin Pflicht.
Dach
Beim Dach hängt alles an der Methode. Eine Zwischensparrendämmung von innen liegt bei etwa 60 bis 120 Euro netto pro Quadratmeter, eine Aufsparrendämmung mit neuer Eindeckung bei etwa 150 bis 300 Euro. Innenseitige Arbeiten wie Dampfbremse und Verkleidung der Dachschrägen übernehmen wir im Trockenbau. Alles, was von außen am Dach geschieht, gehört zum Dachdecker oder Zimmerer, und das sagen wir auch so. Hintergründe stehen bei der Dachdämmung.
Innendämmung
Wo eine Fassade außen nicht verändert werden darf, etwa bei Sichtfachwerk oder unter Denkmalschutz, bleibt die Dämmung von innen. Sie kostet pro Quadratmeter meist mehr als eine Kellerdecke, weil Anschlüsse, Fensterlaibungen und Installationen mitgeführt werden und jeder Raum etwas Fläche verliert. Worauf es bauphysikalisch ankommt, erklärt die Seite zur Innendämmung.
Womit Sie am besten anfangen
Wer nicht alles auf einmal machen kann, beginnt meist dort, wo wenig Geld viel bewirkt: bei der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke. Beide Maßnahmen sind schnell erledigt, stören kaum und machen sich bei den Heizkosten schnell bemerkbar.
Die Fassade lohnt sich vor allem dann, wenn der Putz ohnehin erneuert werden muss. Gerüst, Abkleben und Oberputz fallen dann sowieso an, und der Aufpreis für die Dämmschicht fällt deutlich kleiner aus als bei einer Fassade, die eigentlich noch in Ordnung ist. Wie sich die Schritte sinnvoll aneinanderreihen, zeigt die Seite Haus dämmen: Möglichkeiten und Reihenfolge.
Ein Punkt, der gern übersehen wird: Mehrere Maßnahmen in einem Jahr teilen sich den Förderdeckel. Wer Kellerdecke und Fassade im selben Jahr plant, sollte vorher rechnen lassen, ob eine Aufteilung auf zwei Jahre mehr Zuschuss bringt.
Liegen zwei Angebote für dieselbe Maßnahme weit auseinander, lohnt der Blick auf die Positionen. Fehlen Laibungen, Sockel, Entsorgung oder das Gerüst, ist das günstigere Angebot oft nur unvollständig. Wir schreiben jede dieser Positionen einzeln aus, damit Sie tatsächlich vergleichen können.
Förderung und gesetzliche Pflicht
Das BAFA bezuschusst Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle mit 15 Prozent der förderfähigen Kosten, wenn die geforderten Dämmwerte erreicht werden. Die Anforderungen sind strenger als das Gesetz, etwa ein Wärmedurchgangskoeffizient von höchstens 0,25 W/(m²K) an der Kellerdecke und 0,14 W/(m²K) am Dach. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe stehen, begleitet von einem Energieeffizienz-Experten. Die aktuellen Regeln stehen bei der Dämmung Förderung.
Unabhängig von der Förderung schreibt das Gebäudemodernisierungsgesetz einzelne Maßnahmen vor, vor allem an der obersten Geschossdecke nach einem Eigentümerwechsel. Was genau gilt, erklärt die Seite zur Dämmpflicht nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz.
Kosten für Ihr Haus klären lassen
Sagen Sie uns, welches Bauteil Sie dämmen möchten, und nennen Sie Baujahr und ungefähre Fläche. Wir sehen uns das Haus an, messen auf und schicken ein Angebot, in dem jede Position einzeln steht. Arbeiten, die zu anderen Gewerken gehören, schreiben wir als Hinweis dazu, damit nichts im Budget fehlt.
Telefon: 0911 65 65 82 78
E-Mail: info@weigand-bau.com

Häufige Fragen zu den Kosten der Wärmedämmung
Welche Dämmung ist am günstigsten?
Pro Quadratmeter die oberste Geschossdecke, nicht begehbar ausgelegt, dicht gefolgt von der Kellerdecke. Beide liegen deutlich unter den Kosten einer Fassaden- oder Dachdämmung.
Was kostet die Dämmung eines Einfamilienhauses komplett?
Das hängt davon ab, welche Bauteile gedämmt werden. Allein die Fassade eines Einfamilienhauses liegt schnell im fünfstelligen Bereich, Kellerdecke und Geschossdecke zusammen oft bei wenigen tausend Euro. Eine seriöse Gesamtsumme lässt sich erst nach der Besichtigung nennen.
Sind Gerüstkosten in den Richtwerten enthalten?
Bei der Fassade ja. Kellerdecke, Geschossdecke und Innendämmung brauchen kein Gerüst. Beim Dach hängt es davon ab, ob von innen oder außen gearbeitet wird.
Kann ich die Dämmung der obersten Geschossdecke selbst machen?
Eine nicht begehbare Auflage aus Dämmmatten ist für geübte Heimwerker machbar. Bei Dampfbremsen und Anschlüssen entstehen durch Fehler aber schnell Feuchteschäden, und für einen Förderantrag braucht es ohnehin die Begleitung durch einen Energieeffizienz-Experten.
Lohnt es sich, mehrere Bauteile gleichzeitig zu dämmen?
Oft ja, weil sich Baustelleneinrichtung und Gerüst teilen lassen. Wegen des jährlichen Förderdeckels kann eine Verteilung auf zwei Jahre aber mehr Zuschuss bringen. Das sollte vorab mit dem Energieberater durchgerechnet werden.
